Babenhausen: Trauer um Edi Schmuck
Bei einem schweren Verkehrsunfall ist gestern der Springreiter Edwin Schmuck ums Leben gekommen. Laut Polizeibericht war der 54-Jährige zwischen Babenhausen und Oberroth im dortigen Waldgebiet mit einem 25-Jährigen aus bislang ungeklärter Ursache frontal zusammengestoßen. Der 25-Jährige, bei dem es sich ebenfalls um ein Mitglied des RFZV Babenhausen handelte, verstarb noch an der Unfallstelle. Edwin Schmuck erlitt schwerste Verletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenig später ebenfalls seinen schweren Verletzungen erlag. Seine Hündin Emma, die sich auch im Auto befand, konnte durch die Feuerwehr befreit und in eine nahegelegene Tierklinik gebracht werden.
Edwin, genannt „Edi“, Schmuck war in Reiterkreisen weit über Bayerns Grenzen hinaus bekannt. Über 1000 Platzierungen in der schweren Klasse im Springparcours gingen auf sein Konto, bis heute war er aktiv am Turniergeschehen beteiligt.
Geboren in Leutkirch im Allgäu, finanzierte er sich seine ersten Reitstunden, indem er dem Nachbarn bei der Stallarbeit half. Zwar absolvierte Schmuck nach der Schule eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, doch der Reitsport ließ ihn nie ganz los. So fuhr er auch während der Lehrzeit jeden Tag nach Illertissen, um dort in den Sattel zu steigen.
Als der Reitverein Babenhausen einen Lehrer suchte, nahm Schmuck an, widmete sich vorrangig der Ausbildung junger Pferde und begann erfolgreich seine Turnierkarriere. Bald schon schaffte er die Voraussetzungen für das Goldene Reitabzeichen, das ihm 1999 verliehen wurde. 2003 wechselte er zu Familie Zeller auf deren Anlage nach Illertissen, wo er bis zum Jahr 2020 wirkte. Dann kehrte er nach Babenhausen zurück.
Einen ausführlichen Nachruf auf Edi Schmuck, der Tochter Lea und Lebensgefährtin Nici hinterlässt, lesen Sie in der Mai-Ausgabe der BAYERNS PFERDE.