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von Martina Scheibenpflug am Samstag, 16.05.2026 um 15:01

München-Riem: Die Polit-Prominenz bei Pferd International

Die Olympia-Reitanlage und die Pferde als Diskussionsthema bei Pferd International  /  © Dill/Drexel

Die Polit-Prominenz zu Besuch bei Pferd International München: Im Rahmen der Großveranstaltung auf der Olympia-Reitanlage hat BAYERNS PFERDE heute mit dem Präsidenten von Pferdesport Deutschland, Dr. Martin Richenhagen gesprochen. Auch Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium, und Michael Asbek, Olympia-Koordinator der Stadt München, gaben interessante Statements ab.

BAYERNS PFERDE: Herr Dr. Richenhagen, kennen Sie die Olympia-Reitanlage München?

Dr. Martin Richenhagen: Ich war als Student Läufer für die Dressurprüfungen während der Olympiade 1972, das war für mich als damals ganz kleines Licht schon sehr aufregend. Im vorletzten Jahr war ich dann noch einmal hier zu einem Antrittsbesuch anlässlich meiner Wahl zum Präsidenten von Pferdesport Deutschland. Der Zustand der Anlage hat mir sehr imponiert, da hat man wirklich gut drauf aufgepasst und sehr viel gemacht.

Apropos Olympia…, Herr Kirchner, wie weit ist denn die Reitanlage mit eingebunden in die Planungen der Stadt hinsichtlich der Bewerbung?

Sandro Kirchner: Wir sehen die Anlage durchaus als Perspektive für die Zukunft. Hier sind die Sportstätten vorhanden und über die wollen wir auf jeden Fall weiter verfügen.

Ist das in Ihrem Konzept auch so vorgesehen, Herr Asbek?

Michael Asbek: Erst gestern haben wir unser Konzept für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele weiter konkretisiert. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dominik Krause und Sportreferent Florian Kraus haben wir über die wichtigsten Änderungen, also ein kompakteres Sportstättenkonzept, neue Nachhaltigkeits- und Innovationsprojekte sowie zusätzliche Ansätze für Infrastruktur und Mobilität informiert.

Die Olympia-Reitanlage ist als zentraler Austragungsort für die Pferdesportwettbewerbe in die neue Olympiabewerbung integriert.

Herr Dr. Richenhagen, der Pferdesport steht ja in der Öffentlichkeit immer mehr in der Kritik. Sie setzen sich intensiv mit den Gegnern auseinander, luden kürzlich sogar Vertreter der umstrittenen Organisation PETA zum Gespräch…

Dr. Martin Richenhagen: Ich halte da Aufklärung für immens wichtig und zwar an allen Fronten. In keinem anderen Land auf der Welt wird so schön geritten wie bei uns, auch die Jugend reitet heute immer moderner, schöner und leichter. Man sieht den Nachwuchsreitern an, dass sie Freude an diesem Reiten haben und dass das auch funktioniert.

Natürlich gibt es auch schwarze Schafe, aber die gibt es nicht nur im Pferdesport. Wir sind eben ein Abbild unserer Gesellschaft. Da müssen wir daran arbeiten, dass es immer weniger werden.

Und wenn mich Menschen von PETA, die den Pferdesport grundsätzlich abschaffen wollen, fragen, warum man reitet, dann habe ich eine ganz klare Antwort: Weil wir die Pferde damit gesund und fit erhalten. So viele Menschen geben ihr ganzes Geld dafür aus, dass diese wunderbaren Lebewesen, die uns völlig vorbehaltlos begegnen, vernünftig gehalten werden – da geht es nicht an, dies alles pauschal zu verurteilen.

Deshalb ist es auch so schön, zu sehen, dass in Nachwuchskreisen die Beziehung zum Pferd deutlich an Stellenwert gewonnen hat. 

Martina Scheibenpflug (Redaktion)

Martina Scheibenpflug gehört seit 2020 zum Team von Matthaes Medien. Nach dem Abitur absolvierte Martina Scheibenpflug ein zweijähriges Volontariat bei der Tageszeitung Münchner Merkur, danach schloss sie ihr Studium der Politikwissenschaften, Germanistik und Psychologie an der Ludwig-Maximilian-Universität in München ab. Bis zur schweren Klasse war Martina Scheibenpflug erfolgreich im Viereck unterwegs.

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