Winterlingen: Jana Lang und Baron in eigener Liga
Die „iWEST Dressur Cup-Familie“ macht in diesem Jahr erneut Halt bei den Winterlingen Winners. In der Intermediaire I blieb zwar an der Spitze die Spannung aus, auf den weiteren Plätzen zeigte sich aber ein spannendes, dicht gedrängtes Feld.
Der Baron des iWEST Dressur Cups
Wenn man von „mangelnder“ Spannung an der Spitze der Intermediaire I spricht, dann hat das mit Jana Lang und ihrem Erfolgspartner Baron zu tun. Die Sieger des iWEST Dressur Cups 2025 und auch Sieger der ersten Qualifikation in Karlsfeld in diesem Jahr dominierten auch die S**-Dressur bei den Winterlingen Winners, ja sie befanden sich in einer eigenen Liga. Auf eine energische und schwungvolle Trabtour folgte eine losgelassene Schritttour sowie bestens ins Bergauf gesprungene Serienwechsel. Wollte man etwas meckern, so hätte sich der KWPN-Wallach in der ersten Galopppirouette etwas mehr stellen und biegen dürfen. Einen kleinen Schönheitsfehler gab es beim letzten Galopp-Trab-Übergang, der erst kurz vor der Ecke klappte. Dennoch war das erneut ein überlegener und bestens gelungener Auftritt der beiden, der mit 72,7 Prozent belohnt wurde. Wenn man die U25-Reiterin fragt, wie sie den mittlerweile 20-jährigen Wallach fit hält hat sie eine klare Antwort: „Baron liebt es einfach, unterwegs zu sein und sich präsentieren zu dürfen!“ In der Intermediaire I Kür heute Abend stellt sich nun weniger die Frage, wer siegen wird. Vielmehr fragt man sich, ob Jana Lang und Baron vielleicht ein weiteres Personal Best aufstellen werden. Doch ganz alleine auf weiter Flur befindet sich das bayerische Erfolgsduo nicht. Zwei vielversprechende Paare, eins ebenso aus Bayern, folgten auf den weiteren Podestplätzen. Selina Söder mit Shosholoza (69,9 Prozent) und Lia Weil mit Moosbend’s Fauntleroy (69,7 Prozent) komplettierten das Podest. Erstere verlor durch Fehler in den Zweierwechseln und ein Angaloppieren in einer Trabverstärkung bei einer ansonsten sehr leichtfüßigen Runde wertvolle Punkte. Zweitere punktete besonders im Galopp und brillierte einmal mehr mit technisch hoher Selbstverständlichkeit. Paul Löcher mit Amaro (69,6 Prozent), der übrigens in Winterlingen neu in den Cup einsteigt, und die Siegerin der Intermediaire I von Karlsfeld. Valerie del Rio Pfeffer mit Braveheart (69,6 Prozent), folgten punktgleich auf Rang vier vor einer weiteren Cup-Neueinsteigerin, Susanne Beck mit Fritz von Fürstenlicht (69,6 Prozent).