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von Mona-Sophie Wieland am Sonntag, 31.05.2026 um 19:34

Winterlingen: Thomas Wagner siegt in zwei Dreisterne-Prüfungen

Thomas Wagner siegte im Grand Prix von Winterlingen.  /  © Roger Müller

Von einem Wiederholungstäter in der Großen Tour bis hin zu einem zauberhaften Sieg – der Abschluss der Winterlingen Winners hatte es noch mal in sich. Am Ende setzte sich Thomas Wagner sowohl im Kurz Grand Prix als auch im Grand Prix durch.

Gut besetzte Große Tour

Gleich vorneweg ein interessanter Fakt: Auf der bundesweiten Rangliste gelang Thomas Wagner 2025 der größte Sprung nach vorn. Er machte im Vergleich zu 2024 (Platz 60) über 50 Plätze gut und belegt aktuell den achten Rang. Im Ländle ist der hessische Dressurausbilder schon lange kein Unbekannter und es scheint so, dass Wagner das Jahr 2026 genauso weitermacht, wie er es beendet hat. So führte Wagner national unter anderem den Grand Prix von Pforzheim an, aber sicherte sich auch schon auf internationalem Parkett starke Platzierungen und Siege. In Winterlingen hatte er seinen Partner von Pforzheim, Filigrano Marone, dabei und sicherte sich gleich zwei Siege. Im Kurz Grand Prix am Samstag punkteten sich die beiden mit Highlights in unter anderem aktiv abfußenden Piaffen und Passagen sowie Galopppirouetten mit hoher Lastaufnahme zu 72,9 Prozent. Damit setzte er sich knapp gegen die Bayerin Jasmine Sanche-Burger mit Deep Purple durch (72,2 Prozent). Der engagierte und bewegungsstarke Elfjährige hat über den Winter weiter an Selbstsicherheit gewonnen und einen enormen Schub gemacht. Bleiben wir in Bayern: Auch auf Platz drei zeigte sich mit Franz Trischberger und Zenturion ein Paar aus dem Freistaat (70,9 Prozent). Katrin Burger mit Incrivel (70,3 Prozent), Frederik Leon Steisslinger mit Favory (68,1 Prozent) und Jasmin Schaudt mit Ventoux (68 Prozent) komplettierten die Platzierung. Im abschließenden Grand Prix zeigte sich an der Spitze ein unverändertes Ranking, wenn auch sich Thomas Wagner mit Filigrano Marone vom restlichen Feld mit 72 Prozent weiter absetzte. Aber auch Jasmine Sanche-Burger punktete sich mit Deep Purple zu knapp 70 Prozent und verlor durch eine misslungene Zick-Zack-Traversale wertvolle Punkte. Rang drei ging an Katrin Burger mit Incrivel (68,8 Prozent) vor Nicole Casper mit Birkhof’s Zabalou (68,5 Prozent). Letztere wurde durch misslungene Einer- und Zweierwechsel nach „hinten geworfen“.

Zauberhafter Sieg für Franz Trischberger

Ein wahres Erfolgswochenende schloss auch Franz Trischberger mit einem weiteren Sieg am Finaltag ab. Doch es war nicht irgendein Sieg. Nein, der Bayer brillierte in der Qualifikation der siebenjährigen Dressurpferde für die Bundeschampionate. Im Sattel des siebenjährigen Zoom-Nachkommens Zaubermann gelang ihm eine wahre Traumrunde. Der Westfale zeigte sich in der schweren Klasse schon sehr sicher und brillierte sowohl mit stets bestem Seitenbild als auch mit Highlights in bereits top zentrierten Galopppirouetten, dynamischen Verstärkungen und einer insgesamt sehr gleichmäßigen Trabtour. Der Lohn: starke 72,6 Prozent in der technischen Note und tolle 82,6 Prozent in der Note für die Qualität und Perspektive. Das machte unterm Strich 77,6 Prozent, der Sieg und das Ticket für die Bundeschampionate. Doch das war nicht das einzige Ticket, das vergeben wurde. Auch Linda Knoll darf mit dem siebenjährigen Bel Amour-Nachkommen Bellatrix die Koffer für Warendorf packen. Die beiden punkteten sich zu 73,8 Prozent, wobei vor allem die Note für die Qualität und Perspektive von 79,2 Prozent hervorzuheben ist. Franz Trischberger komplettierte auch das Podest und punktete sich mit Emiliano H.E. (Z.: Heiner Eppinger) zu 72,6 Prozent, womit die beiden knapp am Bundeschampionats-Ticket vorbeischrammten.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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