Ludwigsburg: Wagner vor Wagner
Er hat dem Auftakt der Großen Tour in Ludwigsburg seinen Stempel aufgedrückt: Thomas Wagner, Grand Prix-Reiter vom Kronenhof in Bad Homburg, stellte am Monrepos seine Ausbilderqualitäten in der Intermediaire II einmal mehr unter Beweis. Der Sympathieträger, der schon zahlreiche Nachwuchspferde in den Großen Sport brachte, siegte mit dem Escolar-Sohn Escolux (72,763 Prozent) vor dessen Stallnachbarn, dem zwölfjährigen Oldenburger Frascati. Die Jury um Ralph Schmidt, Heinrich Geigl und Fünf-Sterne-Richter Peter Holler vergab bei Wagners zweiter Runde exakt dieselbe Punktzahl (70,921 Prozent). Ein Novum! Eine starke Runde gelang heute Julia Kühn, die seit längerer Zeit auch als Trainerin von jungen Talenten für Furore sorgt. Auf DSP Fürstano ritt sie in Ludwigsburg auf Platz drei in die Spitze. Mit Spannung wurde auch der erste Auftritt von Florine OLD unter Nachwuchsreiterin Anne Haggenmüller aus Amtzell erwartet. Die unter Bianca Nowag-Aulenbrock bis zum Weltcup-Finale erfolgreiche Stute soll Haggenmüller den Weg in den gehobenen Grand Prix-Sport ebnen. Alle Augen waren auf die beiden gerichtet. Mit 68,246 Prozent hielt die U25-Reiterin dem Druck stand – Platz vier.
Kinshasa ist ein Star von Morgen
Bei der Derby Stars von Morgen-Etappe von Ludwigsburg ritt, wie schon in der Einlaufprüfung, Franz Trischberger auf Henriettenhof’s Kinshasa OLD der Konkurrenz davon. Trotz Fehlern in den Einerwechseln gab es am Sieg des Münchners keine Zweifel. Alle fünf Richter sahen das aufsteigende Paar mit insgesamt 74,079 Prozent an der Spitze. Weiter mit Luft nach oben! Hinter Trischberger reihte sich auch heute Yara Reichert mit ihrem ausdrucksstarken Fürstenball-Nachkommen Force Majeure ein. Thomas Wagner, fleißigster Profi in Ludwigsburg, folgte der bayerischen Spitze – dieses Mal im Sattel von Barnaby.