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von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 03.07.2026 um 21:26

Hagen: Sieg für das deutsche Nationenpreisteam um Raphael Netz

Raphael Netz und Great Escape Camelot überzeugten im Hagener Nationenpreis.  /  © Lafrentz

Besser hätte die Generalprobe für die Heim-WM in Aachen nicht laufen können: Das deutsche Dressur-Team sichert sich den Sieg im Nationenpreis von Hagen.

Erst letzte Woche hatte Raphael Netz die Nachricht erhalten, dass er für den Nationenpreis in Hagen mit seinem Great Escape Camelot nachrückt. In Hagen fällt die letzte Entscheidung für das Team der Weltmeisterschaften in Aachen. Sprich, es ist dieses Wochenende voller Druck auf der Kiste. Doch diesem hielten Raphael Netz und Great Escape Camelot einmal mehr in beeindruckender Art und Weise stand, ja sie lieferten sogar eine ihren besten Prüfungen in einem Grand Prix ab. Dabei muss als Erstes das durchweg tolle Seitenbild hervorgehoben werden. Darüber hinaus wusste Netz einmal mehr besonders in den „kleinen“ Lektionen zu punkten, wie beispielsweise vorbildliche Grußaufstellungen oder auch ein geschlossenes Halten zum Rückwärtsrichten sowie super herausgerittene und fließende Trabtraversalen. Auch die Piaffen und Passagen gelangen heute kraftvoll abfußend, wenn auch Ersteres nicht immer ganz gleichmäßig gelang. Apropos selbstsicher: Die beiden punkteten auch in der Galopptour, wie beispielsweise in den Galopppirouetten oder Zweierwechseln. Alles in allem legte das Erfolgsduo als erstes deutsches Paar einen wichtigen Grundstein für den späteren Mannschaftssieg und führte das Feld mit 73,6 Prozent an. Schlussendlich reichte es für einen starken dritten Platz im Einzelranking. „Ich bin unheimlich zufrieden. Camelot und ich konnten einen sehr guten Grand Prix zeigen. Wir haben gezeigt, was wir können, wir haben abgeliefert“, resümierte Netz treffend.

Auch für seine Teamkollegen lief es gut, wenn auch sie nicht ganz fehlerfrei durch die Prüfungen kamen. Semmieke Rothenberger und Farrington begannen stark, kassierten dann aber teure Fehler in den Einerwechseln (71,9 Prozent, Rang fünf). Auch Frederic Wandres und Bluetooth hatten in den Serienwechseln, genauer gesagt in den Zweierwechseln, ein teures Missverständnis (76 Prozent, Rang zwei). Und Isabell Werth wurde vom Fehlerteufel ebenfalls begleitet. Nach einer bärenstarken Trabtour mit lehrbuchhaften Piaffen und Passagen kassierte sie mit Wendy de Fontaine sowohl in den Zweierwechseln als auch mit einem in den Einerwechseln knapp gesprungenen Wechsel teure Fehler (81 Prozent). Werth führte das Feld im Einzelranking jedoch in überlegener und verdienter Art und Weise an. Die Plätze eins bis drei gingen damit an Deutschland und so durfte sich das Team natürlich auch über den Sieg in der Teamwertung freuen.

Apropos Raphael Netz: Bereits zum Auftakt hätte es für ihn nicht besser laufen können. Im Sattel von DSP Dieudonné lieferte er im CDI4*-Grand Prix eine sehr fokussierte und technisch sichere Runde, die mit 72,2 Prozent und Rang vier belohnt wurde. Direkt dahinter folgte Lisa Müller, die mit ihrem Gut Wettlkam’s D’Avie FRH ebenfalls stark abgeliefert hatte (71,2 Prozent). Benjamin Werndl und Quick Decision FRH (70,3 Prozent) komplettierten den bayerischen Erfolg und folgten auf Rang acht. Katharina Hemmer und Denoix PCH meldeten sich nach einer kurzen Pause mit 77 Prozent und dem Sieg in dieser Prüfung eindrucksvoll zurück. Auch Yara Reichert durfte sich bereits über Schleifen freuen. In der CDI1*-Tour rangierte sie mit Skyline to B (68,9 Prozent) auf Rang acht. Im Grand Prix der CDI3*-Tour wurde es mit Valverde NRW der vierte Platz. Noch besser lief es hier für Lisa Müller, die sich mit Gut Wettlkam’s Zonik Hit OLD hinter Adrienne Lyle mit Helix (70,8 Prozent) Platz zwei schnappte.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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