München-Riem: Puschak mischt die Karten neu; Schmittlein siegt bei den Damen
Bevor es morgen in die Entscheidung um den Meistertitel geht, wurden in der zweiten Wertungsprüfung die Karten nochmals neu gemischt.
Bereits in der ersten Wertungsprüfung hatten Odense Z und Wolfgang Puschak mit einer fehlerfreien Runde ihre gute Form unter Beweis gestellt. Im gestrigen Springen über 1,45 m knüpften sie nahtlos daran an. Mit dem richtigen Maß an Risiko übernahm der Stilist aus Augsburg die Führung und sollte bis zum Schluss ungeschlagen bleiben.
Am dichtesten auf den Fersen war ihnen Hans Günther Blum. Mit seiner achtjährigen Talan-Tochter Titanium PS war auch er zügig unterwegs gewesen, jedoch knapp zwei Sekunden langsamer als Puschak. Das Podium komplettierte in der zweiten Wertungsprüfung Selina Höger mit ihrem erfahrenen Eldorado van de Zeshoek Nachkommen Flintstone V. Hinter Höger reihte sich Bernd Hofbauer ein, der ebenfalls in der ersten Wertungsprüfung sein Können unter Beweis stellte. Lediglich ein ärgerlicher Fehler gleich zu Beginn des Parcours hatte das Paar die Platzierung gekostet. Umso erfreulicher, dass Hofbauer nun im Sattel seines Jupiter die ganze Routine ausspielen konnte. Den fünften Rang sicherte sich Lisa Candin, die ihren Württemberger Wallach Chiron an den Start brachte. Das Paar aus Karlsfeld schob sich dicht zwischen Hofbauer und Simone Blum, die mit der Clarimo-Tochter Caja an sechster Stelle platzierte. Von Mathias Böhm in den Sport gebracht entdeckte Familie Blum 2024 die talentierte Schimmelstute und förderte sie hoch erfolgreich bis in die schwere Klasse.
Auch Hans Günther Blum brachte ein weiteres Nachwuchspferd an den Start. Der ebenfalls achtjährige Up To Date-Sohn Nino blieb ebenfalls fehlerfrei und rangierte sich auf Rang sieben. Mit einem Zeitstrafpunkt platziert war das Paar vom Landgestüt Landshut Reinhard Sax und Chambery.
Vortagessieger Oliver Berger und sein Cassini mussten einen Abwurf in Kauf nehmen, was sie im Gesamtklassement auf den vierten Rang schob. Und auch für Anna Ortmann waren es am Ende vier Strafpunkte.
Nadja Schmittlein setzt sich durch
Während sie sich in der ersten Wertungsprüfung der Damen und Amateuren noch mit dem Silberrang zufriedengeben musste, hatte Nadja Schmittlein in dem Springen über 1,40 m gleich doppelt Grund zur Freude. Im Sattel ihrer Miss Aganix setzte sie sich überlegen an die Spitze. Damit nicht genug, auch mit ihrem zweiten Pferd Caracoulona PS war die Reiterin aus Weilersbach flott unterwegs und ließ die Konkurrenz hinter sich.
Ebenfalls gut in die Meisterschaft gestartet war Lisa-Maria Puschak, die an ihre Tag vom Vortag ebenfalls anknüpfen konnte. Im Sattel von Oeuvre D’Especiale reihte sie sich auf Rang drei ein. Marina König war es, die sich mit einer sicheren fehlerfreien Runde auf dem vierten Rang einreihen konnte. Im Sattel von Camira wusste die Reiterin aus Karlsfeld den Parcours mit genügend Übersicht anzugehen.
Zwar deutlich schneller, jedoch nicht fehlerfrei im Ziel waren Lea Kremer und Rosa von Weidenbach, die sich an fünfter und sechster Stelle einreihten. Gleichermaßen einen Abwurf in Kauf nehmen mussten Magdalena Wanninger und Tabea Markgraf die sich ebenfalls über eine Platzierung in der zweiten Wertungsprüfung freuen durften.