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von Leonie Wolff am Sonntag, 12.07.2026 um 19:59

München-Riem: Goldener Sonntag für Beutel und Henrich

Finaltag bei den Landesmeisterschaften auf der Olympiareitanlage in München. Bereits am frühen Morgen ging es los, die Entscheidung um die ersten Medaillen bei den Springreitern. Dabei war es vor allem in der Altersklasse der Children spannend bis zum Schluss.

Little Luis ganz groß

Sophie Henrich und kann sich auf ihren Little Luis verlassen.  /  © Dill

Los ging es für die U14-Reiterinnen und Reiter am Freitag mit einer Springprüfung der Klasse L über 1,15 m. In dieser war es für die Meisterschaftswertung erstmal von entscheidender Rolle, fehlerfrei zu bleiben, um ohne Strafpunkte in die zweite Wertungsprüfung einzuziehen. 

Gelungen war das gleich drei Paaren. Darunter auch das Paar aus dem Oberallgäu, Johanna Beutel und Emirat Du Thot. Zwar reihte sich das Paar in diesem Springen auf dem siebten Rang ein, jedoch blieb die weiße Weste. Anders erging es Sophie Heinrich und Emilie Vergho, die beide jeweils einen Abwurf in Kauf nehmen mussten uns mit zunächst im Gesamtklassement hinter den drei „Nullern“ lagen. 

Bereits am nächsten Tag jedoch, sollte sich das Blatt wenden. In dem Springen über 1,20 m gelang Henrich mit ihrem Lordanos-Sohn Little Luis EW eine tadellose Nullrunde und brachte ihr zudem den sechsten Platz in diesem Springen. Und auch Emilie Vergho und ihr gerade einmal achtjähriger Westfale Duty Fee lieferten eine sicher angelegte Nullrunde. Zwar hatte Johanna Beutel wieder mit frischem Grundtempo in die Runde gestartet, zeigte viel Gefühl und doch fehlte ihr das letzte Quäntchen Glück – ein Abwurf für das Paar. Damit hieß es wieder Gleichstand vor dem Finale am heutigen Sonntag.

Doch dass ein Finaltag immer wieder für Überraschungen sorgen kann, beweist jede Meisterschaft aufs Neue. Alle drei der Führenden U14-Reiterinnen mussten gleich zwei Abwürfe in Kauf nehmen. Beutel legte vor, zügig, aber recht sicher angelegt musste sie auf Fehler ihrer Konkurrenz hoffen. Für Vergho kam ein ärgerlicher Zeitfehler dazu, womit klar war, die Goldmedaille entscheidet sich zwischen Beutel und Henrich. Gleich an Sprung eins fiel die Stange für die junge Nachwuchsreiterin. Voller Fokus kam sie gut zum Reiten, hatte dann jedoch etwas Pech in einer der Distanzaufgaben. Sicher im Ziel der Blick zur Uhr, nicht einmal eine Sekunde schneller als Johanna Beutel, doch der Meistertitel war ihr und Little Luis damit sicher. Silber war es dann für Johanna Beutel und Bronze für Emilie Vergho.

Zweite Medaille für Beutel

Johanna Beutel feierte heute gleich zwei Medaillen.  /  © Dill

Für Johanna Beutel gab es nicht lange Zeit zum Feiern, denn für sie ging es bereits in der nachfolgenden Prüfung um die Medaille bei den Ponys. Dort brachte sich die 14-jährige mit der einzigen Doppelnull nach den ersten beiden Wertungsprüfungen schon einmal in Stellung, was die Medaillenränge angeht. Da sie als Schlussreiterin bereits gesehen hatte, dass es bis dato keinen fehlerfreien Ritt gab, wusste sie, dass sie sich einen Abwurf erlauben durfte. Im Sattel von Hiroshima de Feyele musste sie dann gleich in der ersten Phase vier Fehler mit auf die Reise nehmen, woraufhin sie das Grundtempo etwas erhöhte. Platz drei war es in der Gesamtwertung, doch den Titel der Bayrischen Ponymeisterin machte ihr keiner mehr streitig.

Im Finale zwar schneller gewesen, jedoch aus der zweiten Wertungsprüfung mit einem Fehler behaftet, waren Josefa Mattusch und DSP Castellions Stardancer, die sich am Ende über die Silbermedaille bei den Ponys freuen durfte. Großen Grund zur Freude gab es auch bei der jungen Ida Schiener, die im Sattel ihrer Lorelei K auch im Finale zu überzeugen wusste. Zwar gab es am Einsprung in die dreifache Kombination ein kurzes Missverständnis, doch die junge Ponyreiterin aus Franken ließ sich davon nicht beunruhigen, sortierte sich und ritt sicher nach Hause. Mit insgesamt neun Strafpunkten war es bei ihrer ersten Landesmeisterschaft am Ende die Bronze-Medaille.

Auf Rang vier im Gesamtklassement fand man die Siegerin aus dem heutigen Finale. Genauer gesagt waren es Clara-Luisa Vierthaler und ihr Little Canon, die sich im Finale mit dem schnellsten Vierfehler Ritt an die Spitze setzen konnten.

Leonie Wolff (Redakteurin)

Unterstützt die Redaktion während des Studiums. Schreibt am liebsten Porträts und über den Springsport und ist selbst im Springsattel bis zur Klasse M erfolgreich unterwegs.

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