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von Leonie Wolff am Montag, 13.07.2026 um 11:43

München-Riem: Runde Sache für Mafalda Schröder und Nadja Schmittlein

In der Altersklasse der Jungen Reiter wurde auf dem großzügigen Hufeisenplatz in München-Riem die Medaillenentscheidung in einem Springen über 1,40 m ausgetragen. Dabei wurde der Sonntagmittag zu einem erfolgreichen Tag für Mafalda Schröder. Und auch bei den Damen wurde es noch einmal spannend.

Ein Schritt Richtung Gold

In beeindruckender Form: Mafalda Schröder und Carracio  /  © Dill

Über zwei Umläufe hinweg versuchten insgesamt neun Teilnehmerpaare an die sehr gute Form der Vortage anzuknüpfen. Besonders fokussiert erwies sich dabei das junge Talent aus Oberbayern. Die Rede ist von Mafalda Schröder und ihrem routinierten Calido I-Sohn Carracio, mit dem sich Schröder bereits in den vergangenen Jahren in der schweren Klasse etablierte. Mit zwei sicher angelegten Nullrunden sicherte sie sich bereits den fünften Sieg in der schweren Klasse – und damit nicht genug, denn mit dem Ergebnis des Finales sicherte sie sich ebenfalls den Titel bei den Landesmeisterschaften 2026. Ein wahrlich goldener Sonntag für die Amazone.

Ein ärgerlicher Abwurf für Leo Renner verhinderte die Goldmedaille, allerdings war er schnell unterwegs gewesen im zweiten Umlauf, was ihm sowohl im Finale als auch in der Gesamtwertung auf den Silberrang setzte. Von Markus Mang in den Sport gebracht übernahm bereits 2017 Rüdiger Renner die Zügel von Leo Renners Meisterschaftspartner Ludwig. Der mittlerweile routinierte 15-jährige verhalf seinem „Leo“ nicht nur zum Goldenen Reitabzeichen, vielmehr vertraten die beiden im vergangenen Jahr die Deutschen Farben bei der Nachwuchs-EM in Riesenbeck, was die konstante Form des Paares über die letzten Jahre unterstreicht. 

Bronze im Finale, und Bronze in der Meisterschaft sicherte sich Johan Feyler im Sattel von Campino RS. Mit einem Fehler im ersten Umlauf des Finales setzte er im zweiten Umlauf auf eine sichere Nullrunde.  Der Plan ging auf. 

Mit etwas Pech im Finale war die bis dato Führende in der Meisterschaftswertung Marlene Jobst unterwegs gewesen. Ein Fehler in Umlauf Eins, zwei weitere sollten noch folgen. Damit fiel sie in der Meisterschaft auf den vierten Rang, was die starke Leistung der jungen Reiterin keineswegs schmälert.

Miss Aganix krönt sich zu Miss Bavarian

Freudestrahlend durfte sich Schmittlein zur Bayrischen Meisterin gratulieren lassen.  /  © Dill

Ohne auch nur den Verdacht eines Abwurfs beendete Nadja Schmittlein die Meisterschaft bei den Damen, die sich im Finale über 1,40 m entscheiden sollte. Mit weißer Weste zog Schmittlein im Sattel ihrer neunjährigen Miss Aganix in das Finale ein und wusste den Fokus bis zum Schluss zu bewahren. Die Reiterin aus Weilersbach, hat zwar bereits über zehn Siege in der schweren Klasse gesammelt, allerdings fehlt zum „Goldenen“ bislang der Sieg in einem S**-Springen. Doch bestimmt werden die beiden mit ordentlich Rückenwind nun von den Landesmeisterschaften nach Hause fahren.

Mit insgesamt drei Abwürfen über die Meisterschaft reihte sich Julia Haarmann auf dem Silberrang ein. Im Sattel von Miss Cornet aus der Zucht des Gestüt Lewitz sicherte sie sich zugleich den zweiten Rang im Finalspringen. Nur einen Punkt trennte Haarmann von der Bronzemedaillengewinnerin Ann-Sophie Seidl, die zusätzlich einen Zeitstrafpunkt in der zweiten Wertungsprüfung in Kauf nehmen musste. Für sie war es im Finale der vierte Rang hinter Tabea Markgraf und der neunjährigen Stute Carla.

Leonie Wolff (Redakteurin)

Unterstützt die Redaktion während des Studiums. Schreibt am liebsten Porträts und über den Springsport und ist selbst im Springsattel bis zur Klasse M erfolgreich unterwegs.

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