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von Mona-Sophie Wieland am Donnerstag, 23.07.2026 um 19:35

Darmstadt: Die DSP-Championate sind gestartet

Das große DSP-Weekend ist auf dem Kranichsteiner Hof in Darmstadt gestartet. Zum Auftakt wurden gleich die ersten DSP-Champions gekürt, genauer gesagt bei den Ponys.

An den Championatsprüfungen, die zugleich Sichtungen bzw. Qualifikationen für die Bundeschampionate sind, können drei- bis sechsjährige Deutsche Sportpferde, bzw. Reitponys aus den DSP-Verbänden teilnehmen. Auch für die sieben- bis achtjährigen Springpferde, bzw. sieben- bis neunjährigen Dressurpferde sind Youngster-Titel im Programm. Insgesamt werden an diesem Wochenende 17 neue Champions gekürt! Weitere Prüfungen im Parcours bis S** und im Viereck bis Grand-Prix S*** runden das umfangreiche Turnierprogramm des Darmstadt Sommerfestivals mit knapp 50 Prüfungen ab. Außerdem findet in diesem Jahr in Darmstadt erstmals auch das DSP-Stutenchampionat am Freitagabend statt.

DSP--Schärpe bei den fünfjährigen Dressurponys

Georgia avancierte zur DSP-Championesse der fünfjährigen Dressurponys.  /  © Dill

Den Anfang der DSP-Medaillenentscheidungen machten die fünfjährigen Dressurponys. Die erste Schärpe des diesjährigen DSP-Weekends ging dabei an die sympathische Ponystute Georgia (v. Genesis-Dreidimensional) aus der Zucht von Wolfgang Sautter und im Besitz von Helena Hecklau. Georgia wurde von Giulia Gasztecki vorgestellt und wusste gleich im Trab mit viel Schwung, guter Taktsicherheit und Elastizität zu überzeugen (8,6). Im Schritt kam die Ponystute noch nicht zum optimal losgelassenen Schreiten, zeigte sich aber taktsicher (7,1). Der Galopp präsentierte sich gut ins Bergauf angelegt, müsste aber vor allem in den Verstärkungen mehr an Boden gewinnen (7,5). „Wir haben hier ein Reiten und ein Ausbilden gesehen, wie wir es uns vorstellen. Pferd und Reiterin immer ganz harmonisch abgestimmt. Das Pony stand immer gut an den Hilfen“, resümierte Richter Klaus Eikermann treffend und vergab gemeinsam mit Katrin Burger für die Durchlässigkeit eine 8,0. Hinzu kam im Gesamteindruck eine 7,8, woraus eine Endnote von 7,8 resultierte. Damit war Georgina die DSP-Schärpe sicher. Der Sieg in der Prüfung ging aber an den hübschen Westfalen Golden Gregory (v. Golden Grey-Kachunga, Z. Bernhard Biederbeck), der von Silke Hanft vorgestellt wurde und mit einer Endnote von 7,92 belohnt wurde. Lea Zimmermann mit Diamond Girl (7,58) und Marie Lindner mit Tharje Finn (7,56) komplettierten die Platzierung.

Warmlaufen bei den Großen und Qualifikation für die Vierjährigen

La vie en rose unter dem Sattel von Lisa Casper erhielt für den Trab die 9,0.  /  © Dill

Auch die erste Prüfung der schweren Klasse stand bereits gleich als erste Prüfung auf dem Programm. Dabei durfte sich Carina Harnisch mit Secret’s Sensation über den Sieg freuen. Für den Secret-Nachkommen aus einer Fürst Grandios-Mutter war es der erste S-Sieg überhaupt, wobei der achtjährige Wallach aus der Zucht von Dominique Vité 68,6 Prozent erhielt. Die beiden überzeugten mit einer gleichmäßigen Trabtour. In der Galopptour bildeten die toll ins Bergauf gesprungenen Serienwechsel das absolute Highlight. Teuer wurde es nach dem starken Galopp, als der Wallach zunächst nicht auf die Wechselhilfe reagierte. Unterm Strich eine vielversprechende Runde, mit der sie die lange Führende Anna-Louisa Fuchs Giese mit Acapulco (68,5 Prozent) knapp auf Rang zwei verwiesen. Die Plätze drei und vier gingen an Lisa-Maria Klössinger mit FBW Didi Veron (68,2 Prozent) und Nina Kudernak mit Federleicht (68,1 Prozent). Auch die vierjährigen Stuten und Wallache hatten bereits heute ihren Auftakt für das DSP-Weekend. Hier zeigte sich ein breites und gut aufgestelltes Starterfeld, wobei am Ende eine Lord Leopold-Tochter das Feld überlegen anführte. Die elegante und leichtfüßige La Vie en rose (v. Lord Leopold-Bentley) aus der Zucht der Zuchtgemeinschaft Harald und Pia Finkler begeisterte unter dem Sattel von Lisa Casper und erhielt eine Endnote von 8,66. Erstes Highlight bildete der sehr elastische, taktsichere Trab bei stets aktiv abfußendem Hinterbein, wofür es die glatte 9 gab. Die gleiche Note erhielt die Stute auch verdient für die Rittigkeit und den Körperbau. Hinzu kamen eine 8,3 für den gut ins Bergauf gesprungenen Galopp und eine 8,0 für den taktsicheren Schritt. „La vie en rose wird sie zu Hause nie genannt. Sie heißt bei uns Lotti Lottchen. Wir zwei sind quasi wie das doppelte Lottchen“, beschreibt Lisa Casper schmunzelnd und fügt hinzu: „Lotti ist einfach unglaublich. Für mich ist sie perfekt. Sie hat eine so unglaublich positive Ausstrahlung und ist so gutmütig, egal, was man macht. Sie ist unfassbar rittig und lernt superschnell. Es ist immer ein ganz arg tolles Gefühl. Ich hatte einfach gehofft, dass ich das tolle Gefühl von zu Hause ins Viereck bekomme. Dass es jetzt so gut läuft, hätten wir nicht damit gerechnet. Ich bin sehr happy und freue mich auf Sonntag!“

Dahinter folgten Laurien Martin mit Fenya-Fae (v. Fair Deal-Millenium, Z. Dirk Schmidt) (8,26) und Africa Algarra Ruiz mit Floriano (v. Fideltiy-Ciacomo, Z.: Schmid Urspring) (8,18). Da die DSP-Championate auch den Bundeschampionats-Neuerungen von Pferdesport Deutschland folgen, wird der DSP-Titel der Vierjährigen im Finale in einer Dressurpferde A entschieden. Das wird spannend!

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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