Birkhof: Favoritensieg und einige Überraschungen im iWEST Dressur Cup
Es ist einfach eine ganz besondere Station, die Qualifikation des iWEST Dressur Cups auf dem Birkhof. Erneut konnten die Teilnehmer vor besonderer Kulisse, nämlich am Samstagabend unter Flutlicht vor vollen Zuschauerrängen und bester Stimmung, wertvolle Punkte für das große Finale in Stuttgart sammeln. Und erneut verdeutlichte Baron mit seiner Reiterin und Besitzerin Jana Lang, dass er der „Baron“ des Cups ist.
„Die Atmosphäre kann hier eine Challenge sein. Ich glaube aber, dass man mehr als deutlich gesehen hat, dass es für Baron ein Traum war. Er wurde gefühlt einen halben Meter größer und hat es genossen. Er hat es geliebt und ist durch das Viereck geschwebt. Es war einfach toll“, schwärmte Jana Lang. Die Bayerin hatte mit ihrer Beschreibung einfach recht. Der jetzt 20-jährige KWPN-Wallach zeigte sich frisch, hochmotiviert und äußerst dynamisch, eben so, als ob er seinen Auftritt genoss. Die beiden zeigten eine auf die Musik perfekt abgestimmte Kür mit Highlights unter anderem in den lockeren und gut ins Bergauf gesprungenen Serienwechseln, den dynamischen Verstärkungen sowie den gut zentrierten Galopppirouetten. Völlig verdient „knabberten“ sie an der magischen 80-Prozentmarke und sicherten sich mit 79,1 Prozent einen überlegenen Sieg. Die beiden befinden sich auf bestem Wege, mit Seriensiegen bei den Qualifikationen sowie dem Finalsieg im vergangenen Jahr einen neuen Cup-Rekord aufzustellen. Von Station zu Station immer besser werden Franz Trischberger und seine vielversprechende Henriettenhof’s Kenia. Die neunjährige Goldberg-Tochter hatte bei der ersten Station ihre Nerven noch nicht ganz im Griff und steigert sich nun von Station zu Station. Auf dem Birkhof brillierte sie unter anderem mit weit kreuzenden Trabtraversalen, dynamischen Verstärkungen und guten Galopppirouetten, wobei sie sich insgesamt schon viel gelassener präsentierte oder wie es Franz Trischberger erläuterte: „Kenia macht alles toll. Dieses Pferd hat nur Highlights und ist mein kleiner Feuerstuhl. Bei ihr ist eigentlich immer nur die Challenge, dass sie die Nerven behält und bei einem bleibt. Dann kann man eigentlich nur noch genießen.“ Die beiden sicherten sich mit 76,7 Prozent Platz zwei vor Hausherrin Nicole Casper mit dem erst achtjährigen Sir Copperfield (74,8 Prozent). Die beiden steigen auf dem Birkhof neu in den Cup ein und setzten Ausrufezeichen. Wenn sie nun bei den restlichen Qualifikationen gut punkten, könnten sie es gut ins Finale schaffen. Valerie del Rio Pfeffer mit Braveheart (74,4 Prozent) und Romina Nieberle mit Free Willy (74,2 Prozent) komplettierten die Top5 und können mit einem Finalstart in Stuttgart eigentlich schon fast sicher rechnen. Dahinter folgten mit Nicole Isser und Santiano (72,6 Prozent) und Pia Casper mit Birkhof’s Bacardi (72,2 Prozent) zwei Cup-Newcomer. Für die „iWEST Dressur Cup-Familie“ geht es nun Anfang September auf Gut Ising weiter.