Deutsche Vierspänner verpassen bei der WM in Aachen das Podium
Das deutsche Team hat bei der Weltmeisterschaft der Vierspänner in Aachen das Podium knapp verpasst. Christoph Sandmann, seine Tochter Anna Sandmann und Anna Mareike Meier belegten nach Dressur, Marathon und Kegelfahren mit 334,35 Strafpunkten den vierten Platz.
Den Weltmeistertitel sicherten sich die Niederlande mit 315,13 Strafpunkten vor Australien (317,25) und Belgien (325,52).
In der Einzelwertung ging Gold an den Australier Boyd Exell. Der Belgier Dries Degrieck gewann Silber, Bronze holte der US-Amerikaner Chester Weber. Beste Deutsche war Anna Sandmann auf Rang sechs. Im Kegelfahren blieb sie ohne Abwurf und sammelte lediglich acht Strafsekunden. „Zwischen Hindernis zwei und drei gab es eine kleine Irritation mit meinen Pferden, das hat sicher etwas Zeit gekostet. Wir mussten erst wieder den richtigen Rhythmus finden, danach lief es rund“, erklärte Sandmann.
Anna Mareike Meier belegte Platz acht. Nach einem fehlerfreien Start fielen im letzten Drittel des Parcours noch zwei Bälle, hinzu kamen Zeitfehler. „Das fing auch richtig, richtig gut an und dann haben wir die blöden Fehler – zwei Bälle ganz zum Schluss gehabt – das war natürlich super ärgerlich“, sagte Meier nach ihrer Runde.
Georg von Stein wurde als weiterer deutscher Einzelfahrer Zwölfter, Christoph Sandmann belegte Rang 13. René Poensgen kam auf Platz 18.
Bundestrainer Karl-Heinz Geiger zog trotz des verpassten Podiums ein positives Fazit: „Alle Fahrer haben sehr ordentliche Leistungen geliefert. Wir hatten keinen Ausfall. Aber eben auch kein Highlight, und das braucht man, wenn man vorne stehen will.“ Besonders in der Dressur sieht Geiger die deutschen Fahrer gut aufgestellt. Im Gelände fehle dagegen derzeit ein Spitzengespann. „Dort müssen wir uns wieder verbessern, dann stehen wir auch wieder auf dem Treppchen“, so der Bundestrainer.