Deutsche Jugendmeisterschaften: Zweimal Silber und einmal Bronze für Bayern
Die Deutschen Jugendmeisterschaften zeigten einmal mehr, was Meisterschaften ausmachen, oder besser gesagt: Es heißt nicht ohne Grund „Meisterschaften haben ihre eigenen Gesetze“ und es werden in den Meisterschaftstagen so einige Höhen und Tiefen durchschritten. Am Ende hatte Bayern hier und da etwas Pech, durfte aber auch über zwei tolle Medaillen jubeln.
Bereits am Samstagabend standen schon die ersten Medaillenträger der diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften in Zeiskam fest. So wurde bei den Junioren in einem S**-Springen über die Medaillen entschieden. Den Sieg sicherte sich Malte Merschformann mit Blue Water, der sich damit auch Gold in der Gesamtwertung vor Brianne Beerbaum mit Zenzero und Annabell Plock mit Joana sicherte. Aus bayerischer Sicht kann man sagen, fehlte das letzte Quäntchen Glück. So zeigten die bayerischen Mädels eigentlich starke Runden, kassierten aber hier und da ärgerliche Abwürfe. Dennoch sprangen für Ava Ferch mit Tendresse de la vie, Victoria Schumacher mit Noah de Kalvarie und Jolie Marie Kühner mit EIC Stepstone mit den Plätzen elf, 16 und 19 Platzierungen heraus. In der Gesamtwertung beendete Victoria Schumacher die Deutschen Jugendmeisterschaften auf einem starken elften Platz. Jolie Marie Kühner folgte auf Rang 14 und Ava Ferch reihte sich auf Platz 16 ein. Der Finaltag begann dann heute bereits in der ersten Medaillenentscheidung, der Altersklasse der Children, aus bayerischer Sicht „silbern“. Nachdem sich Joelle Sprehe mit Con Gold schon in der zweiten Wertungsprüfung eine Platzierung gesichert hatte, lieferte sie wiederum einfach konstant ab, blieb im finalen Springen über 1,30 Meter in beiden Umläufen fehlerfrei und sicherte sich Rang sechs. In der Gesamtwertung durfte sie sich verdient über Silber hinter der Baden-Württembergerin Mary-Ann Hollenbach mit Falitha Sheila freuen. Grace Isabelle Kühner kassierte mit Rassina in beiden Umläufen jeweils einen Abwurf, zählte aber zu den Platzierten und beendete die Deutschen Jugendmeisterschaften auf Platz zehn. Sophie Henrich folgte hier auf Rang 16. Bleiben wir im Springparcours: Auch bei den Jungen Reitern sprang für Bayern eine Medaille heraus. Mafalda Schröder sicherte sich in der Gesamtwertung Bronze. Im abschließenden Springen über 1,50 Meter hatte sie sich auf Rang sieben eingereiht. Direkt dahinter folgte Emma Bachl mit Obora’s Adrian, die in der Gesamtwertung auf Rang neun die Deutschen Jugendmeisterschaften beendete. Leo Renner folgt hier mit seinem Ludwig auf Platz elf. Eine geschlossene und gute Teamleistung. Bei den Ponys landete Benedikt Raab mit Marie Luise in der abschließenden Wertungsprüfung auf Rang vier, in der Meisterschaftswertung wurde es der undankbare, aber starke vierte Platz.
Apropos starke Teamleistung: Auch im Dressurviereck schlugen sich die bayerischen Nachwuchstalente mehr als gut und so standen mit Vivianne Mercker bei den Junioren sowie Helena Moosreiner und Josephine Ruppert bei den Jungen Reitern gleich drei bayerische Damen im Finale. Schon alleine das ist ein voller Erfolg. Und am Ende sollte auch hier die Medaille nicht ausbleiben. Über alle drei Wertungsprüfungen hatten Josephine Ruppert und DSP Bella Donna ihre gemeinsame Routine voll und ganz ausgespielt, ja, sie hatten sich von Wertungsprüfung zu Wertungsprüfung kontinuierlich gesteigert. Zum Abschluss sicherten sie sich in der S-Kür einen starken zweiten Platz (74,1 Prozent), was in der Meisterschaftswertung auch mit Silber belohnt wurde. Ein weiterer starker Erfolg für die Mannschafts-Europameisterin von 2023. Pech hatte Helena Moosreiner: Nach Platz drei in der zweiten Wertungsprüfung war sie mit ihrem Vitali vor der finalen Kür auf einem Medaillenplatz gelegen. In der Kür stand der zehnjährige Wallach dann nicht ganz optimal vor den treibenden Hilfen, woraus auch teure Fehler in den Dreierwechseln resultierten. Dennoch wurde es sowohl in der Kür als auch in der Gesamtwertung noch ein starker fünfter Platz für Helena Moosreiner, die vom Alter her eigentlich noch bei den Junioren starten dürfte. Apropos Junioren: Vivianne Mercker und ihre sympathische Djamalla OLD reihten sich in der M-Kür auf Platz zehn ein und beendeten die Deutschen Jugendmeisterschaften auf Platz neun.