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von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 25.09.2026 um 17:22

Wien: Überraschungssieg und große Triumphe für die „Weihegold-Familie“

Isabell Werth und Viva Gold OLD dominierten den Dressurauftakt in Wien.  /  © Lafrentz

Die Longines Global Champions Tour Vienna ist nun voll im Gange, wobei bislang die Hauptsiege an Thomas McDermott und Isabell Werth gingen.

Das Eröffnungsspringen über 1,45 Meter war zugleich mit einer netten Geschichte verbunden: Für Thomas McDermott hätte der Auftakt in Wien kaum besser laufen können: Bei seinem Debüt auf der Longines Global Champions Tour feierte der Australier direkt seinen ersten Sieg auf Fünf-Sterne-Niveau. Im Eröffnungsspringen über 1,45 Meter setzte sich McDermott vor der Kulisse von Schloss Schönbrunn mit der zwölfjährigen Shqely durch. In 67,65 Sekunden absolvierte das Paar den Parcours und verwies die Konkurrenz auf die weiteren Plätze. Besonders bemerkenswert: Für McDermott war es zugleich der erste gemeinsame Turnierstart mit der Stute. Entsprechend groß war die Freude beim Sieger. „Die Atmosphäre hier in Wien ist unglaublich. Bei meiner ersten Longines Global Champions Tour gleich meinen ersten 5*-Sieg zu feiern, ist ein wahr gewordener Traum“, erklärte McDermott nach seinem Erfolg. Für den Australier bildet der Triumph zugleich den Abschluss seiner Europa-Tour. Nach dem Turnier in Wien geht es für ihn zurück nach Australien – mit einem ganz besonderen Erfolg im Gepäck. Die Niederländerin Sanne Thijssen kam McDermotts Siegerzeit am nächsten: Sie ritt Jopie Amazing JR in 69,24 Sekunden fehlerfrei ins Ziel und belegte damit den zweiten Platz. Aus süddeutscher Sicht sprang Ava Ferch mit VDL Helena van Perbeemd in einem weiteren 1,40 Meter Springen in die Platzierung.

Dressurpremiere in Wien

Große Freude für die Dressursportbegeisterten – in diesem Jahr dürfen die Dressurreiter vor der beeindruckenden Kulisse von Schloss Schönbrunn auch starten. Dabei befand sich die Dressurqueen Isabell Werth mit Viva Gold in einer eigenen Liga. Die beiden punkteten sich zu starken 77,3 Prozent, wobei sie einmal mehr mit gleichmäßigen und kraftvollen Piaffen und Passagen begeisterten. Auch die Galopptour gelang fehlerfrei. Nach einem Enkel von Weihegold folgte auf Platz zwei ein Nachkomme von Weihegold. Die Rede ist von Special Gold OLD. Wie Viva Gold stammt auch Special Gold aus der Zucht von Christine Arns-Krogmann. Beide Pferde waren bereits im vergangenen Jahr im Finale des Louisdor-Preises in Frankfurt vertreten und trafen nun erstmals auf internationaler Ebene aufeinander.  Special Gold erhielt 70,4 Prozent. Das Ergebnis hätte durchaus höher ausfallen können, denn ausgerechnet in den doppelt gewichteten Galopp-Lektionen unterliefen dem Paar Fehler. Sowohl bei den Einerwechseln als auch bei den Pirouetten gingen wertvolle Punkte verloren. Gleichzeitig zeigte der Hengst deutliche Fortschritte in seiner Selbsthaltung. Gerade in den Verstärkungen wirkte er ausbalanciert und zunehmend sicher auf der Hinterhand, ohne sich wie früher stärker auf die Reiterhand abzustützen. Nur wenige Hundertstel fehlten dem kanadischen Duo Chris von Martens und Londoncrown zum zweiten Platz. Mit 70,4 Prozent sicherten sich die beiden Rang drei und stellten damit zugleich eine neue persönliche Bestmarke auf. Auf Rang vier folgte Mist of Titanium. Der inzwischen 14-jährige Oldenburger Rappe war einst von der Finnin Emma Kanerva ausgebildet worden. Vor rund einem Jahr wechselte der Wallach aus der Zucht der Riverbank Horses nach Australien und wird seither von Alanna Richards vorgestellt. Die 33-Jährige zeigte mit dem Millennium-Sohn eine überzeugende Leistung. 70,1 Prozent bedeuteten nicht nur Platz vier, sondern auch mit deutlichem Abstand das bislang beste gemeinsame Ergebnis des Paares. Hinter Mist of Titanium reihten sich der U25-Europameister Cadeau Noir und Moritz Treffinger ein. Der 16-jährige Hannoveraner Hengst hatte seit rund zwei Monaten keinen Turnierstart mehr absolviert und zeigte sich entsprechend voller Energie. Am Ende standen 69,9 Prozent und Platz fünf zu Buche. Als viertes deutsches Paar schafften es Lisa Müller und D’avie ebenfalls in die Platzierung. Das Duo kam auf 66,1 Prozent. 

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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