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Montag, 28.09.2026 um 11:16

Knapp 20.000 Besucher:innen, zwei olympische Disziplinen: LGCT Vienna zieht Bilanz

Knapp 20.000 Besucher:innen verfolgten die Bewerbe im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn, das frei zugängliche Village vor dem Turniergelände zählte zusätzlich rund 50.000 Besucher:innen.  /  © Andreas Tischler (frei)

Wien, 28. September 2026 – Knapp 20.000 Zuschauer:innen, 180 Reiter:innen aus 37 Nationen und 350 Pferde: Die zweite Ausgabe der Longines Global Champions Tour Vienna | Schloss Vienna ist am Sonntag mit dem Grand Prix of Vienna zu Ende gegangen. Erstmals vereinte das Turnier im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn Springreiten und internationale Dressur – zwei olympische Pferdesportdisziplinen auf internationalem Niveau. Rund 400 Kinder beim ersten Kindertag, die Dressur-Premiere, ein Charity-Fohlen zugunsten des Kinderhospiz Lichtblickhof und ein durchgehend volles Turniergelände machten sichtbar, wie stark sich die Veranstaltung gegenüber ihrem Premierenjahr weiterentwickelt hat.

 

„Aus der Premiere ist ein Turnier mit klarer eigener Handschrift geworden“, bilanzieren die Veranstalter Sonja Klima und Helmut Morbitzer nach vier Turniertagen im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn, wo die Longines Global Champions Tour Vienna heuer zum zweiten Mal stattfand.

Vier Tage internationaler Pferdesport, erstmals zwei olympische Disziplinen und ein vielfältiges Rahmenprogramm: Knapp 20.000 Besucher:innen verfolgten die Bewerbe im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn, das frei zugängliche Village vor dem Turniergelände zählte zusätzlich rund 50.000 Besucher:innen. 180 Reiter:innen aus 37 Nationen waren mit 350 Pferden am Start. Sportlicher Schlusspunkt war am Sonntagabend der Longines Global Champions Tour Grand Prix of Vienna, den die deutsche Springreiterin Sophie Hinners mit Iron Dames Combella vor Peder Fredricson (Schweden) und Olivier Philippaerts (Belgien) für sich entschied.

Die größte sportliche Neuerung der zweiten Ausgabe war die internationale Dressur. Neben dem Springreiten auf höchster internationaler Turnierstufe wurde erstmals ein Dressurturnier der 4*-Kategorie ausgetragen. Mit Isabell Werth gewann dabei die erfolgreichste Olympiareiterin der Geschichte sowohl den ersten internationalen Dressur Grand Prix als auch die Kür der Longines Global Champions Tour Vienna. Damit standen im Ehrenhof von Schloss Schönbrunn erstmals Springreiten und Dressur – zwei olympische Pferdesportdisziplinen – gemeinsam auf dem Programm. Über vier Tage reichte das sportliche Spektrum vom internationalen Nachwuchssport über die Global Champions League bis zum Longines Global Champions Tour Grand Prix am Sonntagabend. Mit der neuen Dressur, den U25-Bewerben und dem hochkarätig besetzten Springsport wurde das Programm gegenüber dem Premierenjahr deutlich erweitert.

Vom ersten Kontakt mit dem Pferd bis zum Grand Prix

Die zweite Ausgabe setzte nicht nur beim Spitzensport an. Rund 400 Schüler:innen nahmen am erstmals veranstalteten Kindertag teil und lernten an mehr als 15 Stationen Pferde, Berufe und Arbeitsbereiche rund um das Tier kennen. Mit den Lipizzanern der Spanischen Hofreitschule war zugleich österreichische Reittradition Teil des Eröffnungstags.

Für Sonja Klima liegt gerade in dieser Verbindung das eigenständige Profil des Turniers: „Wien zeigt sich hier als Wien: als Stadt, die weltweit mit Kultur, Geschichte und Tradition verbunden wird und zugleich internationalen Spitzensport tragen kann. Wenn Weltklasse-Reitsport, die Lipizzaner, Nachwuchs und Kinder innerhalb weniger Tage am selben Ort zusammenkommen, entsteht etwas, das sich nicht einfach auf einen weiteren Tour-Stopp übertragen lässt. Genau diese Verbindung wollen wir weiterentwickeln.“  Die vollen Tribünen unterstrichen das große Publikumsinteresse. Neben langjährigen Pferdesportfans und Familien verfolgten auch zahlreiche Persönlichkeiten aus Sport, Kultur, Wirtschaft und Medien die Bewerbe im Ehrenhof. „Vier Tage wie diese zeigen, dass ein historischer Ort nicht statisch sein muss. Schönbrunn kann seine Geschichte bewahren und zugleich Raum für internationales Geschehen bieten. Entscheidend ist, dass eine Veranstaltung den Ort respektiert und zu ihm passt. Die Resonanz dieses Wochenendes zeigt, dass diese Verbindung funktioniert“, sagt Klaus Panholzer, Geschäftsführer der Schönbrunn Group. Wie selbstverständlich Sport und Kultur an diesem Ort ineinandergreifen können, zeigte sich noch einmal bei der Siegerzeremonie nach dem Grand Prix: Paolo Scariano sang Puccinis „Nessun Dorma“. Vom Balkon von Schloss Schönbrunn aus setzte der austro-sizilianische Tenor damit den musikalischen Schlusspunkt unter vier Turniertage.

LGCT Vienna geht 2027 in die Fortsetzung

Seit 2025 gehört Schloss Schönbrunn zur Longines Global Champions Tour und hat sich als eigenständiger Standort im internationalen Kalender etabliert. 2027 kehrt die Tour von 23. bis 26. September nach Wien zurück.

„Unser Ziel ist nicht, jedes Jahr einfach größer zu werden. Wir wollen genau hinschauen, was zu Wien, zu diesem Ort und zu einem internationalen Turnier auf diesem Niveau passt. Die zweite Ausgabe hat uns dafür eine sehr gute Grundlage gegeben. Auf dieser wollen wir weiterbauen“, so Klima und Morbitzer. (PM)

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