München-Riem: Die Jugend im "Jahr des Einhorns"
Zwei Tage lang herrschte rund um die Olympiahalle reger Betrieb: Bei besten Bedingungen und traumhaftem Herbstwetter trafen sich da Nachwuchsreiter aus ganz Bayern, um sich in diversen Prüfungen zu messen. Und da war bunte Vielfalt geboten. Von den Jüngsten im Sattel, die sich in einem Ponyführzügelwettbewerb mit Geschicklichkeitsaufgaben den Richtern präsentierten, bis hin zu anspruchsvollen Dressuraufgaben in den Qualifikationen zum Nürnberger Burg-Pokal der Bayerischen Junioren oder den Finalprüfungen der Nachwuchsförderung U15 der Horst-Rohde-Stiftung.
Mit integriert waren diesmal übrigens auch die bayerischen Jungzüchter, für die erstmals ein Wettbewerb auf dem Programm stand. 22 Teilnehmer absolvierten eine Exterieur-Beurteilung nach einem Beispiel, das ihnen zuvor von Fahr-Bundestrainer Charlie Geiger demonstriert worden war.
Für Bayerns talentierteste Nachwuchsreiter im Dressursattel stand die letzte Qualifikation vor dem Finale im Nürnberger Burg-Pokal der bayerischen Junioren auf dem Programm. Die Serie gilt seit Jahren als eines der bedeutendsten Sprungbretter für den Dressurnachwuchs, wobei das Finale in diesem Jahr auf ein neues Kulissen-Highlight zusteuert. Erstmals findet nach Stationen in Königsbrunn, Grafing, Berg und Ansbach das Finale auf Gut Ising am Chiemsee statt.
In München-Riem triumphierte Laura Schröter von den Pffr. Landgestüt Landshut. Die Enkelin der renommierten Richterin und Turnierleiterin Felicitas Schröter ist erst seit einigen Monaten auf L-Niveau unterwegs und geht mit der achtjährigen DSP-Stute Malou nun immer erfolgreicher auf Omas Vierbeiner an den Start.
Auch eine weitere Prestigeserie machte beim Jugendturnier Station: Im Rahmen der Nachwuchsförderung U15 der Horst-Rohde-Stiftung standen zwei Dressurreiterprüfungen der Klasse L auf dem Programm. Diese Turnierserie ebnet jungen Talenten bis 15 Jahren den Weg in den gehobenen Turniersport und bietet in allen vier Regionalverbänden jeweils zwei Wertungen mit dem großen Ziel, zu Saisonende in der Olympiahalle an den Start gehen zu dürfen – für die jungen Sportler immer wieder ein unvergessliches Erlebnis, wie auch Ulrich Probst, stellvertretender bayerischer Jugendleiter betont.
In Riem kürte sich dann Katharina Kraft zur Doppelsiegerin. Die junge Dame vom Reiterhof Laurent stellte ihre elfjährige Oldenburgerin Finess Royal mit so viel Gefühl und Präzision vor, dass es am Ende gleich zwei goldene Schleifen wurden.
Beim Jugendturnier wurden auch wieder die Fairnesspreise beziehungsweise „Dr. Martin Reichenbach Gedächtnispreise“ vergeben. Dabei bewerten die Richter nicht nur die sportlichen Noten, sondern explizit den pferdegerechten, harmonischen und fairen Umgang des Nachwuchses mit dem Partner Pferd – sowohl im Parcours/Viereck als auch auf dem Vorbereitungsplatz. Die Preise gingen diesmal an Lea Both, Alisa Akra, Annika Gold und Emely Kolb. Alle vier Reiterinnen bekamen jeweils zwei Freikarten für die Cavalluna Wintershow in München-Fröttmaning.
Einen ausführlichen Artikel über das Jugendturnier lesen Sie in der November-Ausgabe der BAYERNS PFERDE.