Darmstadt-Kranichstein: Bayerischer Nachwuchs im bundesweiten Vergleich
Beim Bundesnachwuchschampionat der Pony-Dressurreiter trafen sich auch in diesem Jahr wieder die talentiertesten Nachwuchsreiter bis 14 Jahre zum Finale in Darmstadt-Kranichstein. Dabei durfte sich Bayern über eine Platzierung unter den besten Zehn freuen.
Als eines der bedeutendsten Sichtungsturniere im deutschen Pony-Dressursport bietet das Bundesnachwuchschampionat den vielversprechendsten Nachwuchspaaren eine besondere Bühne. Die 20 Paare, die beim Auswahllehrgang in Warendorf am meisten überzeugten, wurden für das Finale in Darmstadt nominiert. Dort galt es, in zwei Dressurreiterprüfungen der Klasse L ihr Können unter Beweis zu stellen, wobei insbesondere eine gefühlvolle Einwirkung und das harmonische Zusammenspiel mit ihrem Pony im Fokus standen.
Hannah Henrich aus Bayern wusste diese Anforderungen am ersten Prüfungstag gekonnt umzusetzen. Mit viel Übersicht und einer stets gefühlvollen Vorbereitung pilotierte sie ihr Pony What a Beauty durch die Prüfung und wurde mit der Wertnote 8,1 und dem sechsten Platz belohnt. „Jeder Tag ist nicht gleich“, begann Cornelia Albrecht die Kommentierung an Tag zwei. What a Beauty zeigte sich etwas verhalten und nicht mehr ganz so sicher vor den Hilfen, wodurch etwas der Fluss fehlte. Mit der Wertnote 7,6 am zweiten Tag sicherte sich das Paar dann in der Gesamtwertung dennoch einen starken zehnten Platz. „Ich bin sehr stolz darauf, dass ich mich mit meinem Pony in meiner ersten L-Saison so gut steigern konnte, L-Dressuren gewonnen habe und beim Bundesnachwuchschampionat unter die Top 10 gekommen bin. Ich nehme viel Motivation für die Winterarbeit mit, um nächstes Jahr meine ersten FEI-Aufgaben reiten zu können“, erzählt uns Hannah.
Auch Leonie-Sophie Galmbacher konnte sich mit ihrer Stute Okelani in diesem starken Starterfeld über Rang zwölf in der Gesamtwertung freuen und hinterließ bei den Richtern mit ihren gerade einmal elf Jahren Eindruck: „Du gehörst hier zu den beiden jüngsten Teilnehmerinnen und hast dich hier wirklich sehr konzentriert gezeigt.“ An beiden Prüfungstagen erhielt das Paar die Wertnote 7,7. Verbesserungspotenzial sah das Richterteam noch in einer korrekteren Linienführung und einer weicheren Hilfengebung aus der Mittelpositur heraus.
Strahlende Bundesnachwuchschampionesse wurde mit herausstechenden Wertnoten (8,4 und 8,7) die Baden-Württembergerin Emily Raff mit ihrem Pony Dolittle. Somit ging der Sieg zum wiederholten Mal ins Ländle. Rang zwei sicherte sich Romy Mortfeld mit Pina Wutz vor Paulina Schnabel, die mit Madison den dritten Platz belegte.