PJL kommt 2027 nach Hamburg, aber mit einem Haken
Eine neue internationale Teamserie im Springreiten macht im September 2027 Station in Hamburg. Vom 3. bis 5. September ist der Derby Park Austragungsort der Premier Jumping League (PJL), die in ihrer ersten Saison neun Turniere in Nordamerika, Europa und dem Nahen Osten plant.
Zum Auftakt sollen 16 Teams mit insgesamt 80 Reitern antreten. Startberechtigt sind ausschließlich Athleten aus den Top 250 der Weltrangliste. Für die ersten drei Saisons stellt die Liga Preisgelder von insgesamt 300 Millionen US-Dollar in Aussicht. Mit der PJL soll der Springsport stärker über den Mannschaftswettbewerb und eine saisonübergreifende Teamkonkurrenz organisiert werden. Hinter dem Projekt steht unter anderem McCourt Global.
Matthias Alexander Rath zeigte sich auf Anfrage der MatthaesMedien stolz und erfreut über die Zusage: „Das ist eine großen Wertschätzung für den Standort Hamburg und den Pferdesport in Deutschland“, erklärte er. Allerdings gestand er auch zu, dass die Mega-Serie auch organisatorische Herausforderungen stellt. Zum Beispiel ist es so, dass der in Baden-Württemberg ansässige globale Technik-Dienstleister und Weltmarktführer Hippo-Data wohl nicht im Einsatz sein kann, weil die Firma wiederum lange und eng mit dem Weltcup und der Firma Longines zusammenarbeitet. Beide Sponsoren sehen sich aber als Konkurrenten, ebenso wie der zweite Schweizer Uhrenkonzern Rolex, der ebenfalls seit Jahren ein Hauptsponsor des globalen Springsports ist. Die Firma Hippo Data des Salacher Unternehmers Jens Feth ist auch Technikpartner der FEI bei den wichtigen Championaten der Welt bis hin zu olympischen Spielen. „Ich gehe davon aus, dass JPL natürlich für die weltweite Serie auch mit passenden Technikdienstleistern zusammenarbeitet“, erklärte Matthias Alexander Rath. Die Gespräche darüber werden im Moment geführt und er rechne bis Ende des Jahres mit Entscheidungen, so der Turnierveranstalter. Natürlich hätte man lieber mit den Dienstleistern gearbeitet, die auch das traditionelle Derby-Turnier in Hamburg betreuen, so Rath. Man würde auch eine Zusammenarbeit von PJL und Hippo Data durchaus begrüßen. Das sei aber letztendlich die Entscheidung des Seriensponsors. „Daran wird unsere Partnerschaft und die Austragung der Serie sicher nicht scheitern“, versichert Rath. Hendrik Schulze-Rückkamp, der mit seinem Firma HSR der zweite große Turnierdienstleister aus Baden-Württemberg ist, schließt eine Zusammenarbeit mit Matthias Rath und seiner Agentur „Schafhof Connects“ aus. HSR gehörte zu den Firmen, die von der kurzfristigen Absage des Schlosspark-Turniers in Donaueschingen im vergangenen Jahr betroffen waren.