Berlin: Hubert Aiwanger ist tot
Im Alter von 55 Jahren ist gestern der bayerische Wirtschaftsminister, stellvertretende bayerische Ministerpräsident und Bundesvorsitzende der Freien Wähler tot in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden worden. Er war in der Hauptstadt, um das neue Büro der Freien Wähler zu eröffnen. Nachmittags hatte er sich bereits aus gesundheitlichen Gründen von dem Termin abgemeldet und war danach nicht mehr erreichbar. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein standardmäßiges Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären und ein Fremdverschulden auszuschließen.
Hubert Aiwanger hatte zeitlebens einen engen Bezug zu Pferden und traditionellen bayerischen Pferdeveranstaltungen. Er betonte regelmäßig die historische und kulturelle Bedeutung der Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd. Aiwanger war regelmäßiger Teilnehmer beim Pfingstritt in Kötzing, der traditionellen Reiterprozession im Bayerischen Wald und ritt dort traditionell mit. Auch besuchte er häufig Veranstaltungen wie den Berchinger Rossmarkt oder die traditionelle Herbstschleppjagd auf Herrenchiemsee, um seine Verbundenheit mit dem ländlichen Brauchtum zu demonstrieren. Noch vor wenigen Wochen fuhr er bei der Kutschengala auf Schloss Schleißheim auf der Kutsche mit.
Aiwanger hinterlässt seine Lebensgefährtin Tanja Schweiger, Landrätin in Regensburg, und zwei gemeinsame Söhne.