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Sonntag, 18.04.2021 um 19:42

Pforzheim: Dressurkrimi mit bayerischen Rollen

Das Dressurturnier von Pforzheim bei Stuttgart in Baden-Württemberg war am Sonntag von einem tragischen Unglück überschattet: In der Siegerehrung des Grand Prix verunglückte Dorothee Schneiders Stute Rock’n Rose tödlich; die Olympiasiegerin erlitt dabei Verletzungen, die sich allerdings als nicht so schwer herausstellten, wie zunächst befürchtet  wurde. Als Todesursache wird ein Aorta-Abriss vermutet.

Zuvor erlebte man einen starken Grand Prix mit Wimpernschlagfinale und erfolgreicher bayerischer Beteiligung. Am Ende waren die Ränge eins bis sechs alle über der 70 Prozent-Marke, und dabei hätte die kompetent besetzte Jury (Hartwig Knapp, Horst Eulich, Gotthilf Riexinger) sogar noch etwas großzügiger sein können.

Jasmin Schaudt, Ehefrau und Schülerin des Olympiareiters Martin Schaudt von der Schwäbischen Alb, holte aus ihrem bunten Fuchs Fano alles heraus. Der jetzt elfjährige Hannoveraner dopste förmlich durch die Halle, sprang am Schnürchen gezogene Einerwechsel. Mit 72,66 Prozent gewann sie die starke Prüfung vor dem Münchner Matthias Bouten und dem schönen Hengst Meggles Boston, Dorothee Schneider belegte mit 71,73 Prozent Rang drei vor der U25-Europameister Ann-Kathrin Lindner, deren Sunfire noch nicht ganz in der Form des letzten Jahres ist. Aber auf dem Weg dorthin. Das war Spitzensport auf internationalem Niveau.

Weitere Bayern mischten in der Platzierung vorne mit: Franziska Stieglmaier mit DSP Dauphin und Ramona Ritzel mit ihrer Stute Donna Regina.

Kurze Zeit später wusste man, dass der Grand Prix von Pforzheim der letzte im Pferdeleben der Stute Rock’n Rose war (rok/Foto: Matthaes)

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