Brunnthal: Die Oberbayerischen Meister stehen fest und erster Turnierstart von Jessica von Bredow-Werndl mit Feliciana
Geschwitzt, gefreut, genossen: Die Oberbayerischen Meisterschaften Dressur fanden in diesem Jahr erneut beim bestens organisierten Dressurturnier in Brunnthal statt. Nun stehen auch die diesjährigen Medaillenträger fest.
Auch am Finaltag setzte Ferdinand Csaki seine Siegesserie der vorherigen Ü22-Wertungen fort und sicherte sich auch in der Intermediaire I mit Edward of Locksley den Sieg. Mit 71,4 Prozent war es ein äußerst überlegener Sieg und das Erfolgsduo spielte die gemeinsame Routine par excellence aus. Jannik Leutiger gelang mit Greatest Shoman und 69,2 Prozent auf Rang zwei eine kleine Überraschung. Er verwies Anna-Lena Michalke mit DSP Funtimes (68,4 Prozent) auf Rang drei. Thomas Trischberger mit Dante Dorino (67,3 Prozent) und Fabiana Brand mit Ragtyme (67,2 Prozent) komplettierten die Top5. Und die Medaillenränge der Oberbayrischen Meisterschaften, wie sahen diese aus? Gold sicherte sich natürlich Ferdinand Csaki in überlegener Weise. Dahinter komplettierten Fabiana Brand und Anna-Lena Michalke das Podest.
Einen ähnlich überlegenen Zug zu Gold, zeigte sich bei den U21-Reitern. Nach ihrem Sieg in der gestrigen S-Dressur, wo sie Lisa Marie Großerichter mit Woodlander Wild Child und Sina Elisabeth Streng mit Chica de la Luna auf die weiteren Podestplätze verwiesen hatte, führte die gefühlvoll einwirkende Helena Moosreiner auch die finale S*-Dressur an. Dabei sitzt die junge Dame im Sattel eines äußerst besonderen Pferdes. Die achtjährige Floricello-Tochter First Love HA stammt aus Familienzucht. „Ihre Mutter war auch schon aus eigener Zucht, das macht das Ganze sehr besonders. Sie ist die Älteste von drei – die anderen beiden haben also große Fußstapfen zu füllen“, beschreibt Helena Moosreiner und setzt fort: „Sie ist ein sehr sensibles Pferd mit viel Go und trotzdem kämpft sie im Viereck immer für mich! Brunnthal war mein drittes Turnier mit ihr und wir müssen uns noch besser kennenlernen, aber man merkt, dass sie immer alles richtig machen will!“ Am Finaltag führte sie mit 72,9 Prozent und sechs Prozent Abstand zur Zweitplatzierten Lisa Marie Großerichter mit Woodlander Wild Child (66,3 Prozent) das Ranking an. Das machte natürlich auch in der Oberbayerischen Meisterschaft die Goldmedaille für Lisa Marie Großerichter und Sina Elisabeth Streng. „Eigentlich sollte dieses Wochenende als Training dienen, um Routine zu sammeln. Als Nächstes steht die Bayerische im Terminkalender - ich freue mich schon auf ein tolles Wochenende und die Möglichkeit mit zwei Pferden zu starten - ich glaube, wir sind jetzt gut vorbereitet“, resümierte Moosreiner abschließend.
Wechseln wir in die „nächste“ Altersklasse, die U18-Reiter. Hier zeigte sich ebenso eine äußerst überlegene Titelträgerin oder besser gesagt Titelverteidigerin. Louisa Pöppinghaus freute sich sowohl in der finalen M**-Dressur als auch in der Meisterschaft über Gold. Im Sattel ihrer bewegungsstarken Weihe’s Stern punktete sie sich am Finaltag zu 69,9 Prozent. Damit verwies sie Julia Koch-Schulte mit My Lady auf Rang zwei (69,3 Prozent). Koch-Schulte sicherte sich in der Meisterschaft Bronze hinter Sophie Marie Birkmann mit Annarella Di Villagana. In der Altersklasse der U16-Reiter setzte sich das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen von Katharina Kraft und Iona Elsa Thielitz auch am Finaltag fort, genauer gesagt gelang den beiden vielversprechenden Damen eine äußerst seltene Leistung. Beide punkteten sich zu exakt 69,8 Prozent und sicherten sich damit die goldene Schleife. In der Meisterschaft setzte sich Katharina Kraft gegen Iona Elsa Thielitz durch. Bronze ging an Louisa Wegener mit Weiglschwaigs Burberry.
Kommen wir noch einmal zu S*-Siegern: In der Amateur-S-Dressur am Sonntagvormittag zeigte sich ein gutes Niveau und Beate Fink schnappte sich mit QC Fighting Harvard (69,5 Prozent) den nächsten S-Sieg vor Dr. Monika Jungbauer mit Lion King (69,4 Prozent) und Sonja Krall mit Exklusive (67,8 Prozent). Auch Dr. Claudia Michl mit Der kleine Michel freute sich über eine S-Platzierung (67,5 Prozent).
Apropos Freude: Auch Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl erlebte in Brunnthal einen besonderen Moment, genauer gesagt hätte der erste gemeinsame Turnierstart mit der äußerst vielversprechenden, siebenjährigen Feliciana nicht besser laufen können. „Es war unser erster gemeinsamer Start. Ich reite sie seit September letzten Jahres. Feli hat drei herausragende Grundgangarten und ein tolles Interieur. Mich hat besonders gefreut, dass sie sich trotz der anfänglichen Aufregung und unserer verpatzten Mittellinie dann sofort richtig gut konzentriert hat und alles schon richtig gut machen wollte“, erläutert Jessica von Bredow-Werndl. „Richtig gut“ zeigte sich auch das Ergebnis der beiden. Sie führten mit 78,1 Prozent die Dressurpferde-S vor Ines Fleischmann mit Gut Wettlkam’s Delney (74,5 Prozent) und mit Top Score (73,9 Prozent) sowie Carla Marie Porsch mit Selektion (73 Prozent) an. Dabei ist besonders die Note für Qualität und Perspektive von Feliciana von 84,8 Prozent hervorzuheben. Aber auch in der technischen Note standen gute 71,5 Prozent. Sowohl für Feliciana als auch für die beiden Pferde von Ines Fleischmann gab’s das Ticket für die Bundeschampionate in Warendorf.