Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel, deshalb verwenden wir Cookies. Mit diesen ermöglichen wir, dass unsere Webseite zuverlässig und sicher läuft, wir die Performance im Blick behalten und Sie besser ansprechen können.
Cookies werden benötigt, damit technisch alles funktioniert und Sie auch externe Inhalte lesen können. Des Weiteren sammeln wir unter anderem Daten über aufgerufene Seiten, getätigte Käufe oder geklickte Buttons, um so unser Angebot an Sie zu verbessern. Mehr über unsere verwendeten Dienste erfahren Sie unter den "Cookie-Einstellungen".
Mit Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Dienste einverstanden. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung auf die Zukunft widerrufen oder ändern.
Datenschutzeinstellungen
Hier finden Sie eine Übersicht über alle verwendeten Cookies. Sie können Ihre Einwilligung zu ganzen Kategorien geben oder sich weitere Informationen anzeigen lassen und so nur bestimmte Cookies auswählen.
Schon vor wenigen Wochen in München waren Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB nicht zu bremsen. Mit über 81 Prozent hatten sie da den Grand Prix gewonnen und es wurde schon getuschelt, hier könnte man die neuen Olympiasieger sehen. Nun, bei den Deutschen Meisterschaften in Balve, dem großen Aufeinandertreffen der innerdeutschen Konkurrenz, zauberte das eingespielte Paar noch einen mehr heraus. Mit 85,040 Prozent (!!!) setzte sich die Reiterin aus Aubenhausen mit der 14-jährigen Trakehner Stute v. Easy Game weitab von der härtesten Verfolgerin Isabell Werth mit Bella Rose, die immer noch auf sensationelle 81,320 Prozent kamen. Aber die bayerische Amazone ritt in ihrer eigenen Sphäre. Da passte einfach alles. Anfangen von einer Trabtour im absoluten Gleichmaß hin zu Gänsehaut-Piaffen, für die es nichts anderes als die 10 geben durfte - und die gaben dann auch fast alle Richter. Da war alles im Takt mit einem Unter-den-Körper-Fußen, wie man es sich nicht besser vorstellen könnte. 1a! Und auch die Übergänge waren im gesamten Grand Prix vom allerfeinsten. Lediglich in der Schritttour hätte man sich etwas mehr Losgelassenheit bei der Stute wünschen können, aber das war dann auch das einzige. Die Galopptour überzeugte wieder in ganzer Linie – und heraus kam das überdeutschnittliche Ergebnis, das eine klare Ansage für die nachfolgenden Tage ist.Isabell Werths 17-jährige Bella Rose war keineswegs schlecht, aber an dem Tag nicht in der Klasse von Dalera unterwegs. Die Westfalen Stute punktete vor allem in ihrer bewährten Stärke - Pi und Pa - und deren Übergänge. Hier wurden auch 10er gezückt. Aber vor der zweiten Piaffen kickte Bella Rose einmal, als sie wohl etwas überempfindlich auf Werths Bein reagierte. Sonst blieben die beiden fehlerfrei, aber glänzten nicht so sehr, wie sie es können. Werth wird die nächsten Tage kämpfen - das weiß man. Und das kann sie.Dafür erlebte Werth eine Sternstunde mit DSP Quantaz v. Quaterback. Mit 80,280 Prozent beendete sie mit dem elfjährigen DSP die Prüfung auf Rang vier, wurde von einigen Richtern aber sogar vor Bella Rose gesehen.Eng ging es ohnehin auf den vorderen Plätzen zu. Zwischen Bella Rose und Quantaz schob sich Dorothee Schneider mit dem Hannoveraner Wallach Showtime FRH mit 80,520 Prozent. Kraftvoll präsentierte sich der Mannschaftsolympiasieger von Rio unter seiner Reiterin, die sich Ende April das Schlüsselbein gebrochen hatte, doch ein Umspringen im Wechseln nach der ersten Pirouette verhinderte mehr Punkte. Auch hier geht noch was.Eine ganz tolle Platzierung mit Rang fünf gab es zudem für Benjamin Werndl mit Daily mirror. Der Bruder von Jessica, der sich hier in Balve im vergangenen Jahr bei einem Segway-Unfall das Schlüsselbein brach, zeigte mit dem Damon Hill-Sohn eine ausgezeichente Runde, die mit 75,940 Prozent honoriert wurde. Wären die Zögerer in den Piaffen nicht gewesen und das Stemmen im Rückwärtsrichten, dann hätte es sogar noch ein paar Pünktchen mehr gegeben. Dennoch: Das kann sich sehen lassen. (mos)Foto: Stefan Lafrentz