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Sonntag, 11.06.2023 um 14:20

Balve: Jessica von Bredow-Werndl ist Deutsche Meisterin in der Grand Prix Kür

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Nach ihrem Titelgewinn im Grand Prix Special setzten sich Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera auch in der Grand Prix Kür an die Spitze und wie. Die Kür der beiden zu den Klängen von Edith Piaf war ein purer Dressur-Genussmoment. Gleichmäßige und überaus ausdrucksstarke Piaff-Passage-Touren, toll kreuzende Trabtraversalen, kleinste Galopppirouetten und fehlerfreie Serienwechsel kombiniert mit einer durchweg optimalen Anlehnung und unsichtbarer Hilfengebung – das war nur ein Ausschnitt der Höhepunkte ihrer heutigen Kür und zeigte, dass die beiden zurecht die Weltrangliste anführen. Dabei forderte Jessica von Bredow-Werndl heute in Abwesenheit etlicher deutschen Top-Paare, wie beispielsweise Isabell Werth und Sönke Rothenberger, teilweise sogar noch nicht alles und dennoch befand sich das Erfolgspaar in einer eigenen Liga. Es scheint so, dass sie in der Grand Prix Kür ein Abo auf die 90-Prozent haben. Denn auch heute belohnten die Richter ihre Vorstellung mit 90 Prozent, was ganz klar die Goldmedaille bedeutete. Auf dem zweiten Platz folgte Frederic Wandres, der im Grand Prix Special mit seinem Duke of Britain Bronze gewonnen hatte. Heute sicherte er sich mit 81,7 Prozent im Sattel von Bluetooth OLD die Silbermedaille. Der 13-jährige Wallach hat im vergangenen Jahr eine enorme Entwicklung absolviert, hat an Selbstsicherheit und Ausdruck gewonnen und glänzte heute vor allem in den Piaffen, Trabtraversalen und Verstärkungen. In den Zweierwechseln verlor er wertvolle Punkte, als sich beim ersten Versuch Fehler einschlichen. Die Wiederholungslinie gelang. Auch bei Ingrid Klimke und ihrem Franziskus FRH schlichen sich heute in den Zweierwechseln (auf gebogener Linie!) Fehler ein. In den Einerwechseln kassierte sie auf einer Linie ein in der Hinterhand nicht ganz gut durchgesprungener Galoppwechsel. Auch zackelte der 15-jährige Hengst im Schritt einmal kurz an. Demgegenüber stand eine frische und ausdrucksvolle Trabtour mit guten Piaffen und Passagen. Nachdem die beiden das Weltcup-Finale frühzeitig abbrechen mussten, haben sie nun in Balve gezeigt, dass sie wieder top fit sind. Der Lohn war mit 80,6 Prozent die Bronzemedaille.

Auch Raphael Netz konnte sich heute steigern und ritt in die Platzierung. Im Sattel seines Great Escapes Camelot startete er mit einer sehr harmonischen Trabtour stark in die finale Kür. Im Galopp schlichen sich leider ein paar teure Fehler ein. So gelangen die Einerwechsel nicht ganz fehlerfrei und auch die Galopppirouetten zeigten sich noch groß. Am Ende standen 73,8 Prozent auf der Anzeigetafel. (msb)

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