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Samstag, 05.06.2021 um 13:12

Und nun auch die Kür: Jessica von Bredow-Werndl macht Titelsammlung komplett

© honorarfreie Nutzung des Bildes
Was Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB dieser Tage in Balve bei den Deutschen Meisterschaften ablieferten, ist absolutes Ausnahmeniveau. Mit der 14-jährigen Trakehner Stute konnte die Reiterin von Aubenhausen nicht nur den Grand Prix gewinnen und den Titel im Special, sondern nun auch zum ersten Mal die Kür – und damit schlug sie an allen Tagen die so oft unbezwingbare Isabell Werth. Erneut setzte sich von Bredow-Werndl, wie schon im Grand Prix, deutlich von ihrer Konkurrenz ab. Und ja: Sie war auch deutlich besser. Mit 83,025 Prozent sicherte sich Mannschaftsweltmeisterin von Tryon nun also auch Gold in der Kür zu ihrer La La Land-Musik.Gleich zum Auftakt konnte man einfach nur "Wow" sagen – mit einer Passage vom Allerfeinsten und einer Piaffe-Pirouette starteten die beiden in eine Kür, die von Leichtigkeit und Harmonie, von spielerischem Können und Mut geprägt war. Das war einfach nicht zu toppen. Die Bestleistung von 89,64 Prozent beim Weltcup in Neumünster im vergangenen Jahr toppten die beiden um Längen. Die beiden reiten dieses Jahr noch mal um Längen besser und sind somit nun auch klare Anwärter auf eine Einzelmedaille in Tokio. Und das bei den ersten Spielen für Jessica von Bredow-Werndl. Erneut Silber sicherte sich Isabell Werth mit der Belissimo M-Tochter Bella Rose mit 90,975 Prozent. Zu "Freude schöner Götterfunken" lieferte die Fuchsstute ab, zeigte viel Bewegungsfreude und ihre beste Performance dieser Tage in Balve - viel Ausdruck, mehr Ruhe als noch die Tage zuvor, Leichtfüßigkeit und Zufriedenheit. Das war richtig schön. Und auch diese Leistung war ein persönlicher Bestwert für das Paar.Wieder Bronze ging an Dorothee Schneider und den 15-jährigen Showtime FRH mit 89,775 Prozent. Schneider hatte sich die Serienwechsel als Hausaufgabe über Nacht vorgenommen – und nun klappten sie wie am Schnürchen, auch auf gebogener Linie. Wenn der Hannoveraner noch etwas mehr Prüfungserfahrung nach der langen Pause haben wird, dürfte er noch etwas an Prozenten zulegen und auch noch ein Wörtchen im innerdeutchen Duell weiter vorne mitreden können, eben da hinkommen, wo er schon mal war.Und ja, auch Benjamin Werndl und Daily mirror beendeten die Deutschen Meisterschaften mit einer wahrlich schönen Vorstellung auf Rang sechs mit 83,175 Prozent. Zu melodiösen Panflöten-Klängen präsentierte Werndl seinen Damon Hill-Sohn schwungvoll und frisch, in schöner Anlehnung und Gleichmäßigkeit. Aubenhausen hat nach diesem Wochenende auf jeden Fall allen Grund zum Feiern. (mos)Foto: Lafrentz
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