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Mittwoch, 29.06.2022 um 18:28

CHIO: Benjamin Werndl startet vielversprechend in Aachen

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Mit einer spektakulären Eröffnungsfeier wurde gestern das CHIO Aachen feierlich eröffnet. Neben einigen bunten Showeinlagen zu Pferde, sorgten vor allem aber auch die zweibeinigen Gäste für viel Aufsehen. Unter anderem der für den an Corona erkrankten Wincent Weiss eingesprungene Chart-Stürmer Max Giesinger wusste das Aachener Publikum zu begeistern. Mehr als 37 000 Zuschauer besetzten die Tribünen um den Rasen der Aachener Soers.

Benjamin Werndl startete heute vielversprechend in das Turnier. Gleich drei Pferde aus dem Besitz von Unterstützerin Flora Keller wird er in dieser Woche an den Start bringen. Mit Famoso OLD wird der Dressurausbilder aus Aubenhausen erstmals zum deutschen Nationenpreis-Team gehören. Der 13-jährige Oldenburger Wallach, der sich zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften in Balve in Top-Form präsentierte, hat den Vet-Check bereits anstandslos passiert. Benjamin Werndl wird morgen als erster Reiter der deutschen Equipe an den Start gehen, um 10.33 Uhr wird der 37-jährige Dressurausbilder im Aachener Deutsche Bank-Stadion erwartet.

Im Sattel von Discover startete heute das Aachen-Abenteuer für Werndl. Im Prix St. Georges der „Kleinen Tour“ vergab die internationale Jury für die Vorstellung mit dem neunjährigen Rheinländer Wallach 70,677 Prozent, was in der Endabrechnung Platz sechs bedeutete. Discover wusste mit seiner hohen Grundqualität zu überzeugen, seiner konstanten und feinen Anlehnung sowie einem äußerst harmonischen Gesamtbild. Kleinigkeiten sowie ein teurer Fehler in der Wechsel-Tour schmälerten das Ergebnis. Der Sieg in dieser Prüfung ging mit 75 Prozent an Frederic Wandres und den zehnjährigen Hannoveraner Wallach Quizmaster FRH, vor Ingrid Klimke, die erstmals in diesem Jahr in Dressur und Vielseitigkeit an den Start gehen wird, im Sattel des neunjährigen Freudentänzer.

Die Vier-Sterne-Tour warf bereits am Vormittag ihre Schatten voraus. Dorothee Schneider gab auf ihren Social Media-Kanälen bekannt, dass sie ihr Meisterschaftspferd aus Balve, Showtime FRH, doch nicht in Aachen an den Start bringen wird. „In Aachen passierte Showi den Vet-Check am Dienstag ohne Beanstandung, doch im abschließenden Training präsentierte er sich nicht so frisch, wie er sich zuletzt bei den Deutschen Meisterschaften und auch im Training zuhause gezeigt hatte“ erklärte die frischgebackene Deutsche Meisterin auf ihren Social Media-Kanälen. „Für Showtime bedeutet das auch, dass er nicht bei den Weltmeisterschaften in Dänemarkt (…) dabei sein wird.“ so Schneider hörbar enttäuscht weiter. Da Showtime FRH sich noch im Aufbau befand, wurde er im Rahmen der Deutschen Meisterschaften nicht für die Nationenpreis-Tour, sondern lediglich für die Vier-Sterne-Tour nominiert.

So war die Bahn frei für die Dänin Cathrin Dufour, die ihr Medaillenpferd der Olympischen Spiele und der Europameisterschaften des vergangenen Jahres Bohemian an den Start brachte. Die sympathische Dänin zauberte eine exzellente Runde ins Aachener Viereck, die mit über 80 Prozent belohnt wurde. Mit Längen Abstand gewann die Dänin so den Grand Prix. Auf Rang zwei folgte mit 76,891 Prozent Adrienne Lyle aus den USA mit Salvino, ebenfalls eine Olympia-erprobte Kombination aus Tokio 2021. Bester Deutscher war Frederic Wandres auf Rang drei. Für die Vorstellung mit Bluetooth OLD vergaben die Richter 75,217 Prozent. Benjamin Werndl brachte in dieser Prüfung den mittlerweile 18-jährigen aber nimmermüden Daily mirror an den Start. Für eine souveräne Runde erhielt das Aubenhausener Duo 74,391 Prozent, was in diesem wahrlich hochkarätigen Starterfeld Rang sieben bedeutete.

Die Springreiter sind am heutigen Mittwoch ebenfalls ins Turnier gestartet. Im Eröffnungsspringen legte Max Kühner zum Auftakt eine sichere Nullrunde mit EIC Cooley Jump The Q hin, die mit Platz acht belohnt wurde. Der Sieg in dieser Prüfung ging nach Belgien: Wilm Vermeir galoppierte mit Linguini de la Pomme zum Sieg. Im Zwei-Phasen-Springen am Nachmittag sprang Maximilian Weishaupt ins Geld. Im Sattel des Holsteiners Nexus blieb Weishaupt in beiden Phasen ohne Fehler, damit platzierte sich der Jettinger auf Rang zwölf. Gewonnen hatte der Ire Conor Swail auf Nadal Hero & DB. (akb)

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