CHIO: Benjamin Werndl liefert starkes Team-Ergebnis
Spannender hätte der Nationenpreis der Dressurreiter in Aachen kaum sein können. Nach jeweils drei Team-Reitern lagen die Mannschaften aus Deutschland und Dänemark weiterhin auf Augenhöhe. Cathrine Dufour, die in der Aachener Soers in dieser Woche nun schon mehrmals siegreich war, legte auch im Grand Prix Special die Bestmarke von 80,064 mit ihrem außergewöhnlichen Westfalen Vamos Amigos. Damit lagen die Dänen auf Goldkurs, alles lag an Isabell Werth und DSP Quantaz. Hochrechnungen nach wäre ein Ergebnis von 76 Prozent nötig gewesen um die starken Dänen zu schlagen. Eine nicht zu unterschätzende, aber auch keine unlösbare Aufgabe für die mehrmalige Welt- und Europameisterin und den Quaterback-Nachkommen. Dann der Schock: Mitten in der Galopp-Tour läutete Chefrichterin Susanne Barup bei C die Glocke. Die Dänin ließ Werth und DSP Quantaz anhalten, ein Wisch mit einem weißen Taschentuch über das Maul des DSP-Hengstes bestätigte den Verdacht: Quantaz blutete. Damit wurde das letzte deutsche Paar eliminiert. Den Dänen war damit der Sieg sicher, die deutsche Equipe belegte im 5* Nationenpreis Rang zwei. Die Schweden belegten den Bronzerang.
Zwei wichtige Ergebnisse für das deutsche Team lieferten Frederic Wandres und Benjamin Werndl ab. In der Einzelwertung hatte sich der Ausbilder vom Hof Kasselmann Wandres auf Rang zwei mit seinem Erfolgspferd Duke of Britain FRH hinter die Siegerin Dufour gesetzt. Die internationale Jury hatte starke 78,468 Prozent vergeben. Mehr als zufrieden kann auch Benjamin Werndl sein. Famoso OLD blieb seinem Namen treu, lieferte eine hervorragende Runde unter dem 37-jährigen Dressurausbilder aus Aubenhausen ab und bekam 75,553 Prozent, was Rang fünf bedeutete. Ein starkes Statement was die beiden da diese Tage in der Aachener Soers hinsichtlich Nominierung für die im August anstehenden Weltmeisterschaften setzen. Ingrid Klimke und Franziskus komplettierten mit 72,383 Prozent (Rang 14) das deutsche Ergebnis.
Auch in der Kleinen Tour zählte Benjamin Werndl mit einem Pferd seiner Unterstützerin Flora Keller zu den Besten. In der Inter I führte Werndl den neunjährigen Discover auf Rang fünf mit 70,235 Prozent. Der Sieg blieb hier in Deutschland: Frederic Wandres führte mit 75,382 Prozent klar das Feld an. (akb)