EM: Marie Flick behauptet sich bei den Junioren
Vorneweg: Mit den Medaillen-Entscheidungen hatte die deutsche Junioren-Mannschaft bei den Europameisterschaften im spanischen Oliva heute nicht mehr viel am Hut. Abgeschlagen auf Rang zehn hätten schon sehr viele Stangen bei der Konkurrenz in den Sand fallen müssen, damit die Medaillen wieder in greifbare Nähe gerückt wären. Dennoch konnte sich die deutsche Equipe um Bundestrainer Peter Teeuwen nach der dritten Wertungsprüfung noch zwei Plätze nach vorne auf Rang acht vorarbeiten - und das, obwohl die beiden Streichergebnisse schon feststanden, bevor das heutige Springen über 1,40 Meter überhaupt startete. Julius Bleser war gestern bereits mit seinem Westfalen Wallach Arramis Fap ausgeschieden, Mick Haunhorst verzichtete nach seinem Schlüsselbeinbruch » heute auf einen weiteren Start.
Als erste deutsche Starterin galoppierte die Bayerin Marie Flick mit ihrem Holsteiner Ciro in die Bahn. Souverän nahm die junge Amazone Sprung für Sprung. Am Ende stand lediglich ein Zeitstrafpunkt auf dem Konto der beiden, damit zählen sie zwischenzeitlich 13,28 Punkte und rangieren in der Einzel-Wertung auf Platz 47. Ganz bewusst hatte Flick heute augenscheinlich ein moderates Grundtempo mit ihrem elfjährigen Conlander-Nachkommen Ciro gewählt und den Fehler damit in Kauf genommen. Flicks Ergebnis und die Nullrunde ihrer Team-Kameradin Naomi Himmelreich auf Vino V’T Kosterhof Z sorgten für einen versöhnlichen Abschluss des deutschen Junioren-Teams. Fabio Thielen und Stakaya kamen mit einem Fehler ins Ziel.
Den Titel gewannen die Belgier vor den Holländern. Beachtenswert: Die Belgier ließen nicht eine Stange über die drei Runden fallen. Die Holländer auf dem Papier allerdings auch nicht, wertet man die Streichergebnisse raus. So kam es, dass die Zeit der anfänglichen Zeitspringprüfung über die Medaillenränge entschied. Die Iren sicherten sich Bronze. (akb)