Lyon: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera überzeugen mit neuer Kür
Gespannt wurde die neue Kür von Jessica von Bredow-Werndl und Dalera erwartet – beim Weltcup-Turnier in Lyon präsentierte das Paar heute erstmals die neue Choreografie und Musik, den Nachfolger ihrer La La Land-Kür. Dabei legten sie nach dem gestrigen Sieg im Grand Prix nochmal eine Schippe drauf. Zu französischen Chansons von Edith Piaf tanzten sie durchs Viereck. La vie en rose – die rosarote Brille musste dabei niemand aufsetzen, um überzeugt zu sein, dass das Paar auch nach der Babypause das Maß der Dinge ist. Harmonisch, voller Leichtigkeit und Eleganz – am Schluss standen 90,140 Prozent auf der Anzeigetafel. Unter anderem gab es für die Musik und künstlerische Gestaltung mehrere Zehnen. Keine Frage, die neue Kür passt hervorragend zu der 15-jährigen Trakehnerstute v. Easy Game.
Für Bruder Benjamin Werndl und Famoso lief es heute nicht ganz so gut wie am Vortag. Nach einem gelungenen Auftakt in ihrer bewährten Kür zu afrikanischen Klängen schlichen sich Fehler ein. In der Piaffe-Passage-Tour, eigentlich die Parade-Lektionen des Paares, hatten sie Probleme mit der Balance. Auch die Galoppwechsel von Sprung zu Sprung misslangen. Zum Abschluss waren sie jedoch wieder im Gleichgewicht und konnten ausdrucksstarke Passagen und Piafftritte auf der Mittellinie zeigen. 82,775 Prozent erhielten Benjamin Werndl und sein 13-jähriger Oldenburger – Platz vier.
Isabell Werth und ihr 16-jähriger Westfale Emilio konnten sich zum Grand Prix nochmals deutlich steigern. Gestern noch mit Spannung war der Ehrenpreis-Sohn heute in der Kür zu Pavarotti-Klängen konzentriert und ausdrucksstark unterwegs. 87,945 Prozent gab es schließlich: Platz zwei. (mj)