Stadl-Paura: Die Werndls und Ferdinand Csaki halten Bayerns Flagge hoch
Was sich bereits an den Vortagen anbahnte, konnte auch am Finaltag des ersten großen Dressurturniers 2023 im österreichischen Pferdezentrum Stadl-Paura nicht mehr gestoppt werden. Erneut machten die beiden Werndl-Geschwister das Rennen in einer der Hauptprüfungen des Tages unter sich aus. Mit sagenhaften 77,412 Prozent war Benjamin Werndl mit Discover der Sieg nicht zu nehmen. Es war der erste Start in einer Inter II für den zehnjährigen Rheinländer Fuchswallach von Don Frederic aus dem Besitz von Flora Keller. Auch für die beiden nachfolgenden Hoffnungsträger Got it BB und Forsazza de Malleret markierte dieses Wochenende das Drei-Sterne-Debüt. Der erst achtjährige Däne Got it BB bekam für die Vorstellung unter seiner Ausbilderin Jessica von Bredow-Werndl knapp 71 Prozent und wurde Zweiter, Boxennachbarin Forsazza de Malleret erhielt glatte 70 Prozent und wurde Dritte. Auf ihren Social Media-Kanälen zeigte sich die Weltcup-Finalsiegerin Bredow-Werndl zufrieden, gab aber auch zu, dass noch Luft nach oben sei. „Blöderweise sind uns wirklich viele komische Leichtsinnsfehler unterlaufen. (Übergang vom Galopp zum Trab, Bocken im starken Galopp, Angaloppieren im starken Trab, uvm. …) Aber Fehler sind ja bekanntlich dafür da, um daraus zu lernen. Fazit: Das wird richtig, richtig gut!“
In der Jungpferde-S brachte Benjamin Werndl den achtjährigen Dallenio siegreich an den Start, allerdings waren die beiden auch die einzigen Teilnehmer an diesem Morgen. An der hohen Punktzahl von über 77 Prozent lässt sich dennoch das Potential des Trakehner Nachkommen des Millennium erkennen. Werndl hatte im Herbst 2022 zuletzt eine M**-Dressur mit dem Rappwallach für sich entschieden.
Im Grand Prix Spezial verpasste Ferdinand Csaki denkbar knapp den Sieg. Mit 70.131 Prozent setzte er sich mit Quilan auf Rang zwei hinter Katharina Haas und Damon’s Dejaron, die 70,163 Prozent für ihre Vorstellung erhielten. Zweitpferd Dwayn platzierte Csaki zudem auf Platz vier. Dazwischen schob sich Ursula Wagner aus Aßling mit dem Oldenburger Fuchswallach Dilenzio OLD. Die Jury vergab 67,516 Prozent für das langjährige Erfolgsduo. Alexandra Eiband trabte mit Coco Chanel H.S. auf den fünften Platz, bereits zuvor hatte sich die Dressurreiterin aus Simbach die Holsteiner Stute Dancing Girl H.S. in der Inter I auf Rang drei platziert. (akb)