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Mittwoch, 05.04.2023 um 15:37

Pferd International München-Riem: Voltigier-Akrobatik und DM-Medaillen im Para-Sport

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Schaut man als Besucher am Christi Himmelfahrtstag in der Olympia-Reithalle vorbei sind die Tribünenränge schon früh morgens gut besetzt und die ausgelassene Stimmung auf den Rängen spürbar. Die bayerische Voltigierspitze hat den Himmelfahrtstag schon seit vielen Jahren rot im Kalender markiert. Auf der Pferd International München heißt es schon früh in der Saison zeigen, was man draufhat, denn die Prüfungen in München zählen als erster Testlauf für die Deutschen Jugendmeisterschaften, die in diesem Jahr zum fünften Mal auf der Olympia-Reitanlage in der bayerischen Landeshauptstadt vom 17. bis 20. August stattfinden werden. 2022 konnte der RG Gut Waffenschmiede, RFV Schwabmünchen oder der VRV Allgäu-Illertal bei den Gruppenvoltigierern jeweils einen ersten Platz ergattern. Bei den Junior-Einzelvoltigierern hatte allen voran Sarah Liersch vom VV Ingelsberg die Nase vorne und Philipp Göppner vom VV Eichstätt konnte sich bei den U21 Einzelvoltigierern gleich zweimal den ersten Platz sichern. Einzelvoltigierer Julian Wilfling vom VR Centrum Weicht sicherte sich ebenfalls souverän den ersten Platz in der schweren Klassen. In diesem Jahr werden die Karten wieder neu gemischt. Die große und helle Olympia-Reithalle bietet dafür beste Bedingungen, ist aber durch die hohen Tribünen für die Pferde nicht immer einfach. Da ist viel Vertrauen zum Longenführer gefragt. Ein wichtiger Grund mehr für alle bayerischen Vereine diesen ersten Heimvorteil zu nutzen. Spitzensport in einer großartigen Atmosphäre – das findet man beim Voltigieren auf der Pferd International München.

Ab Freitag ist die Olympia-Reithalle dann für die die Deutschen Meisterschaften der Para-Dressurreiter reserviert. Ähnlich wie in anderen Para-Sportarten gibt es auch im Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen eine Einteilung der Reiter aufgrund der Schwere der Behinderung in sogenannte „Grades“. Die Prüfungen im Grade I werden vor allem von Rollstuhlbenutzern absolviert und finden ausschließlich im Schritt statt. Die Richter achten auf präzise Wege, feine Einwirkung des Reiters und die Losgelassenheit des Pferdes. Grade V hingegen ist mit den Ansprüchen der Klassen L und M im Regelsport vergleichbar. In der Kür dürfen hier auch höhere Lektionen wie 3er Wechsel oder halbe Galopppirouetten gezeigt werden.

Das Dressurreiten für Reiter mit Behinderungen ist bereits seit Atlanta 1996 eine paralympische Disziplin. In diesem Jahr gilt die Deutsche Meisterschaft Para-Equestrian, wie die Disziplin offiziell genannt wird, als wichtige Vorbereitung auf die Europameisterschaft im westfälischen Riesenbeck in der zweiten Jahreshälfte. (pm/ms)

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