Mannheim: Österreichische Doppelspitze in Grand Prix Special
So schnell kann es gehen: Nach seinem überlegenen Sieg im Grand Prix der CDI4*-Tour beim Mannheimer Maimarkt beendete Sönke Rothenberger vorzeitig den Grand Prix Special. Grund: Sein elfjähriger Wallach Matchball OLD schwenkte mehrmals seine Zunge seitlich heraus. Das machte den Weg für einen österreichischen Doppelsieg frei. An die Spitze setzte sich heute Stefan Lehfellner. Im Sattel seines dreizehnjährigen Wallachs Roberto Carlos punktete er sich zu 71,8 Prozent. Die beiden überzeugten mit einer sehr gleichmäßigen und leichtfüßigen Trabtour. Besonders die Piaff-Passage-Tour überzeugte mit viel Gleichmaß bei bester Anlehnung. Auch die Einer- und Zweierwechsel gelangen schnurgerade und fehlerfrei. Auf dem zweiten Platz folgte Renate Voglsang mit ihrem Fürst Ferdinand zur Fasanenhöhe (70,9 Prozent). Sie überzeugte mit einer sehr sicheren Trabtour, kassierte jedoch Fehler in den Einerwechseln. Hier sprang der Wallach einen Wechsel hinten nicht ganz durch. Sandra Nuxoll und ihr elfjähriger Bonheur de la Vie sicherten sich mit 70,95 Prozent Platz drei. Lisa Müller und ihr elfjähriger Wallach Gut Wettlkam´s D´avie FRH zeigten sich in Mannheim nochmals gefestigter und überzeugten mit einer sehr gleichmäßigen Trabtour mit ausdrucksvollen Passagen. Die erste Galopppirouette gelang besser als die zweite. Hier kam der elfjährige Hengst nicht ganz optimal raus. Am Ende reihte sie sich mit 70,1 Prozent auf dem vierten Platz ein. Direkt hinter Lisa Müller folgte Franziska Stieglmaier mit Samurai (69,4 Prozent). Auch sie zeigte eine sehr sichere Runde mit Highlights in den ausdrucksvollen Passagen sowie gut kreuzenden Trabtraversalen. Ein Taktfehler in der ersten Trabverstärkung, nicht ganz ausbalancierte Piaffen sowie ein Schwungverlust in der ersten Galoppirouette kosteten Punkte. Auf den Plätzen sechs, sieben und acht folgten Victoria Max-Theurer mit Birkhof´s Topas FBW (68,8 Prozent), Estelle Wettstein mit Quaterboy (68,1 Prozent) und Beata Stremler mit Fairplay (66,1 Prozent). Max Wadenspanner erwischte nicht den besten Tag und landete mit seinem Zardetto auf Rang neun (62,5 Prozent). (msb)