Preis der Besten: Jana Lang gewinnt Gold
Jana Lang und ihr 17-jähriger KWPN-Wallach Baron kennen sich zwar schon lange und dennoch hat man das Gefühl, dass sie immer noch stets besser werden. Beim diesjährigen Preis der Besten ließen sie wahrlich kaum Wünsche offen und dominierten im Viereck das Feld der Jungen Reiter. In der zweiten Wertungsprüfung, der Jungen Reiter Einzelwertung, sicherten sie sich mit vier Prozent Abstand zur Zweitplatzierten Anna Middelberg überlegen den Sieg. Mit einer Prüfung wie aus einem Guss und Highlights in toll kreuzenden Trabtraversalen, ausdrucksvollen Verstärkungen und Serienwechseln sowie top zentrierten Galopppirouetten punkteten sie sich zu starken 76,4 Prozent. Das bedeutete klar der Titel bei den Jungen Reitern. Zudem nähern sie sich damit in großen Schritten in Richtung EM-Ticket. Anna Middelberg mit Blickfang (72,1 Prozent) und Greta Busacker mit EQUITANAs Firlefranz (71,5 Prozent) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Die Erstere sicherte sich auch in der Gesamtwertung die Silbermedaille. Bronze ging an Lucie-Anouk Baumgürtel mit ZINQ Ferati, die sich in der heutigen Prüfung auf Rang vier einreihte. Katharina Schuster und ihre Quence schlugen sich auch heute tapfer und rangierten mit 68,9 Prozent auf Rang zehn. Neben Highlights in schnurgeraden Serienwechseln gingen in den Galopppirouetten aufgrund eines nicht ganz idealen Durchsprungs ein paar Punkte verloren.
Bei den Ponyreitern konnte sich Lotta Beckmanns mit ihrem Grenzhoehes Dragon Kiss nochmals steigern und rangierte in einem starken Feld mit 71,5 Prozent auf Platz neun. Mia Allegra Lohe und ihre Tovdals Golden Future Imperia sicherten sich mit 77,4 Prozent den Sieg vor Lily Marie Collin mit Cosmo callidus NRW (75,5 Prozent) und Hubertus Stallmeister mit Adriano B (74,3 Prozent). Insgesamt wurde die Stimmung beim Preis der Besten die Stimmung etwas getrübt, als bei der Anreise mehrere Pferde wegen unvollständigen Impfpässen gleich wieder nach Hause reisen mussten. Von dieser Problematik war bei den Ponys die Mannschaftseuropameisterin sowie Einzelmedaillengewinnerin Julie Sofie Schmitz-Heinen, eigentlich eine sichere Bank und heiße Titelkandidatin. Bei den Junioren war auch Bayern betroffen und so konnte Sir Max von Marie Sohler nicht an den Start gehen. Das war sehr bitter und wirft immer wieder die Frage auf, wieso diese Lücken von vor etlichen Jahren nicht auch bei Impfpasskontrollen auf nationalen Turnieren auffallen. (msb)