Kronberg: Jessica von Bredow-Werndl und Forsazza de Malleret qualifizieren sich für den Louisdor Preis
Beim internationalen Schafhof Dressurfestival konnte Jessica von Bredow-Werndl im Sattel ihrer zehnjährigen Forsazza de Malleret ein heißbegehrtes Finalticket in der Qualifikation zum Louisdor Preis ergattern. In Kronberg sah man ein qualitätvolles Starterfeld an tollen Grand-Prix-Nachwuchspferden, wobei Dorothee Schneider mit ihrem Vainqueur nach ihrem Sieg in der Einlaufprüfung als Favoritin in die Qualifikation eingezogen war. Doch dort war für die beiden der Wurm drin. Die Piaffen und auch die Einer- und Zweierwechsel wollten nicht gelingen, weshalb Dorothee Schneider am Ende auf eine Bewertung verzichtete. Anders verlief es für Jessica von Bredow-Werndl. Im Sattel ihrer einer leichtfüßigen Ballerina gleichenden zehnjährigen For Romance Tochter überzeugte sie mit energisch abfußenden Passagen sowie mit Galopppirouetten mit hoher Lastaufnahme. Demgegenüber verlor sie in den Serienwechseln noch ein paar Punkte. In den Zweierwechseln schlich sich ein Fehler ein und auch die Einerwechsel gelangen noch nicht ganz gelassen im Durchsprung. Dazu passt auch die Einschätzung der Olympiasiegerin: „Sie ist unheimlich ehrlich. Das war heute alles nicht perfekt, aber das wird richtig gut“. Die beiden freuten sich über 72,6 Prozent und dürfen nun beim Finale in der Frankfurter Festhalle starten. Auf dem zweiten Platz folgte Beata Stremmler mit Fürstin Bea (72,4 Prozent). Auch Lisa Müller feierte mit ihrem Gut Wettlkams Mondrian einen tollen Erfolg und reihte sich mit 71 Prozent auf Platz drei ein. Die ausdrucksvolle Trabtour zählte zu den Highlights der Prüfung. Demgegenüber standen Fehler in der Galopptour, wie beispielsweise in den Einerwechseln. Auch im Sattel ihrer erst achtjährigen Stute Gut Wettlkams Raffinesse sicherte sich Lisa Müller eine Top5-Platzierung. Auch im CDI4* Grand Prix Special feierte Lisa Müller mit ihrem Gut Wettlkams D´avie FRH einen starken dritten Platz (72 Prozent) hinter Victoria Max-Theurer mit Birkhofs Topas FBW (73 Prozent) und Nicolas Wagner Ehlinger mit Quater Back Junior FRH (72,7 Prozent).
Zum Abschluss des Turniers feierte Franziska Stieglmaier mit ihrem Samurai in der CDI4* Grand Prix Kür einen guten zweiten Platz. „Es war erst seine zweite Kür überhaupt, aber er hat das absolut super gemacht“, beschrieb Franziska Stieglmaier. Dabei bewältigten die beiden wahrlich schwierige Bedingungen. Die Startzeit verschob sich aufgrund eines drohenden Gewitters spontan um 15 Minuten. „Ich bin 15 Minuten Schritt gegangen, habe die Zügel dann wieder aufgenommen und fünf Minuten später ging es los. Das hat er alles toll mitgemacht“, erläuterte Franziska Stieglmaier. Dem Erfolgspaar gelang eine äußerst gleichmäßige Vorstellung, die mit einem neuen Personal Best von 74,6 Prozent belohnt wurde. Der Sieg ging an die Portugiesin Maria Caetano mit Fenix de Tineo (75,2 Prozent). Der Spanier Claudio Castilla Ruiz folgte mit Lario de Adama de Susa und 74,3 Prozent auf Platz drei. (msb)