Birkhof: Franz Trischberger siegt auch in 2. Qualifikation des IWEST Dressur Cups
Der beliebte IWEST Dressur Cup mit seinem Finalhöhepunkt im Rahmen der German Masters in Stuttgart nimmt weiter an Fahrt auf und wie. Bei der zweiten Qualifikation im Rahmen des Birkhof Dressurfestivals bestimmten die folgenden Aspekte: eine beeindruckende Atmosphäre, starke Bayern und das Motto „Die Kleinsten werden die Größten sein“. Doch von Anfang an.
Die IWEST Cup Kür erhielt beim Birkhof Dressurfestival eine beeindruckende Atmosphäre. Nach einem tollen Showprogramm kämpften die IWEST Cup Teilnehmer unter Flutlicht und vor vollen Rängen um Finalpunkte. Für etliche Starter eine große Aufgabe! Am Ende gab wiederum Franz Trischberger mit seiner sympathischen 16-jährigen Stute Sarotti, Sieger der ersten Qualifikation sowie Titelverteidiger von 2021, den Ton an. Im Vergleich zur Winterlinger Station steigerte sich das Erfolgspaar nochmals um zwei Prozent und setzte sich auf dem Birkhof mit sensationellen 79,7 Prozent und mit ordentlichem Abstand an die Spitze. Die Kür der beiden ähnelte einem Bilderbuchritt in Kombination mit optimaler Passgenauigkeit von Musik sowie Linienführung. Franz Trischberger verwendet auch in diesem Jahr seine Musik von 2021 zu den Klängen zu Céline Dion (I´m Alive). Die richtige Entscheidung, was auch die Richter so sahen und die B-Note mit Prozenten von bis zu 86 Prozent bestückten. Einziger Schönheitsfehler war in der ersten Rechts-Galopppirouette ein nicht ganz optimaler Durchsprung. Die Wiederholung gelang natürlich. Nun stellt man sich nur noch die Frage, wann die beiden die 80-Prozentmarke knacken werden.Der zweite Platz stand unter dem Motto „Die Kleinsten werden die Größten sein“ und Ann-Kathrin Rieg punktete sich mit ihrem weiter gesteigerten Ponyhengst Steendieks Derrick zu starken 76,9 Prozent. Der Ponyhengst trabte wie ein Großer und überzeugte vor allem in der Trabtour mit ausdrucksvollen Trabverstärkungen und Trabtraversalen. Im Galopp zeigten sich die Galopppirouetten stark verbessert. Einzig in den Serienwechseln fehlt noch die letzte Selbstsicherheit, dennoch gelangen diese fehlerfrei. Am Ende war das Publikum aus dem Häuschen und feierte den Ponyhengst wie einen Großen. Kristina Olson und ihr Erfolgspartner FBW Dory´s Dream komplettierten mit 75,6 Prozent das Podium, wobei sie einmal mehr mit hoher Lektionssicherheit und ausdrucksvollen Trabverstärkungen überzeugte. Eine kleine Überraschung gelang Frederik Leon Steisslinger mit seinem Quattani, der unter einbrechenden Regenfällen alles riskierte und sich zu 75,1 Prozent punktete. Auf Rang fünf folgte Ann-Kathrin Lachemann mit ihrer zehnjährigen Hannoveraner-Stute Clara Korn (74,9 Prozent). Ein Paar, das an diesem Wochenende neu in das diesjährige Cup-Geschehen eingestiegen ist, was man aber mit Sicherheit auf der Rechnung haben sollte. Tina von Briel mit Tallahassee (74,7 Prozent) und Leonie Moll mit Equidiamonds Bright Bellini (74 Prozent) folgten auf den Plätzen sechs und sieben. Beide mussten auf dem Birkhof in der Galopptour teure Fehler in Kauf nehmen. Auch Myriam Anhalt mit Rocco Granata, Yara Reichert mit Damora sowie Lisa Casper mit Saro Hi freuten sich über eine Platzierung und sammelten wichtige Finalpunkte. Als nächstes reisen die Cup-Teilnehmer Ende September nach Hessen zum großen Darmstädter Dressurturnier. (msb)