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Donnerstag, 07.09.2023 um 17:54

EM Riesenbeck: Jessica von Bredow-Werndl führt Deutschland zu Team-Silber

Fotos: S. Lafrentz  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Das war spannend bis zum Schluss! Bei den Europameisterschaften der Dressurreiter wurden heute in Riesenbeck die Mannschafts-Medaillen vergeben. Nach der ersten Hälfte des Grand Prix lagen die Briten in Führung, Deutschland auf Rang zwei. Um den Titel aus dem Jahr 2021 zu verteidigen durfte die Equipe um Bundestrainer Monica Theodorescu keinen einzigen Punkt liegen lassen, so viel stand fest.

Als erstes deutsches Paar hatte Matthias Alexander Rath mit dem zehnjährigen Oldenburger Hengst Thiago GS (v. Totilas – Warkant, Z.: Ann-Kathrin Linsenhoff u. Klaus Rath) gestern mit 74,845 Prozent vorgelegt. Am Nachmittag zog Isabell Werth mit DSP Quantaz (v. Quaterback – Hohenstein, Z.: Dr. Kathrin Damm) und 77,174 Prozent nach. Noch besser lief es für Frederic Wandres und den 13-jährigen Bluetooth OLD (v. Bordeaux – Riccione, Z.: Gestüt Lewitz), sie kamen heute mit starken 77,888 Prozent ins Ziel. In Sicherheit konnte sich die deutsche Equipe allerdings noch lange nicht wiegen, das war spätestens nach dem Auftritt der Britin Charlotte Dujardin und den zehnjährigen Imhotep (KWPN v. Everdale – Vivaldi) klar. Ihr „Pete“ gab ihr ein fantastisches Gefühl, sagte die 38-jährige frischgebackene Mama, im Anschluss. Sie spüre, es sei noch immer Luft nach oben. Die Jury vergab starke 82,422 Prozent. „Ich wurde im Anschluss an diesen Ritt sehr emotional, er hat heute alles gegeben, was ging.“ zeigte sich Dujardin sichtlich gerührt. Als dritte Reiterin für Großbritannien brachte die einstige Doppel-Olympiasiegerin ihre Mannschaft auf Gold-Kurs. Und dabei stand das Ergebnis der eigentlichen Mit-Favoritin Charlotty Fry und Glamourdale noch aus.

Damit stieg der Druck für Deutschland’s Schlusspaar immens: Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB durften sich keinerlei Fehler erlauben. Die Tribünen füllten sich, die Luft knisterte, als das Duo aus Aubenhausen die Bahn betrat. Die Weltranglistenerste zelebrierte mit ihrer 16-jährigen Trakehner-Stute Dalera (v. Easy Game – Handryk, Z.: Silke Druckenmüller) den Grand Prix wie keine Zweite. Die Herzen des Publikums eroberte das bayerische Paar im Sturm. Und das der Richter nachweislich auch: 84,612 Prozent bedeuteten ein neues persönliches Bestergebnis im Grand Prix und auch das beste Ergebnis des Tages. „Dalera war heute einfach wie Dalera ist, sie gibt jedes Mal ihr allerbestes. Es ist verrückt. Eigentlich liegt es nur an mir, wenn ich fokussiert bin, dann ist sie es auch!“ strahlte die 37-jährige Dressurreiterin überglücklich über das Ergebnis.

Fotos: S. Lafrentz  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Mit tosendem Applaus verabschiedete das Publikum Jessica von Bredow-Werndl und ihre Goldstute aus der Bahn. Eine Stimmung, die der nachfolgende KWPN-Hengst Glamourdale in sich aufsog, wie seine Reiterin Charlotte Fry im Anschluss bestätigte: „Ich glaube, er hatte erst das Gefühl auf einer Hengstschau zu sein. Er war „on fire“, als ich einritt.“ So kam es auch, dass sich die Weltmeister aus Herning 2022 einige Patzer erlaubten. Unter anderem ein Stocken in der letzten Piaffe auf der Schlusslinie kam der 27-jährigen Dressurreiterin im Sattel des Lord Leatherdale – Negro-Nachkommen teuer zustande. „Wir hatten aber auch viele Highlights in unserer Prüfung, und einige Lektionen gelangen uns so gut wie noch nie, zumindest haben sie sich so angefühlt.“ zeigte sich Fry dennoch hochzufrieden mit ihrem Ritt. 81,258 Prozent bedeuteten heute Rang drei für die beiden, aber Gold für die Briten! Die Mannschaftsmedaille heute hat für die Briten eine besondere Bedeutung, es ist das erste EM-Mannschaftsgold seit 2012. Bereits gestern hatte Carl Hester den 13-jährigen KWPN-Wallach Fame mit einer Meisterleistung im Sattel zu 78,540 Prozent geführt. Für Gareth Hughes, der mit Classic Briolinca (v. Trento B – Royal Dance) zu 74,565 Prozent trabte, war es die erste Goldmedaille seiner Karriere. Dementsprechend emotional wurde er während der Presse-Konferenz. Unter Tränen dankte der Brite seinem Team.

Die deutsche Equipe durfte sich über die Silbermedaille in der Mannschaftswertung freuen. Das Treppchen komplettierten die Dänen, angeführt von Nanna Skodborg Merrald und Blue Hors Zepter (Old v. Blue Hors Zack – Wolkentanz II, Z.: Bernhard Sieverding) mit 78,556 Prozent. 75,761 Prozent gab es für Carina Cassoe Krüth und Heiline’s Danciera (DWB v. Fürstenball OLD – De Niro). Andreas Helgstrand führte den erst neunjährigen KWPN-Hengst Jovian (v. Apache – Tango) zu 74.410 Prozent. Daniel Bachmann Andersen führte den zwölfjährigen Westfalen Vayron (v. Vitalis – Gloster, Z.: Heinrich Sterthoff) zu 74.146 Prozent.

Morgen werden bereits die nächsten Medaillen in der Einzelwertung des Grand Prix Special vergeben. Die besten 30 Paare des heutigen Tages sind startberechtigt. Dazu gehören auch alle deutschen Paare. Um 14.10 Uhr werden Matthias Alexander Rath und Thiago GS den Anfang machen, um 15.00 Uhr folgen Frederic Wandres und Bluetooth OLD. Isabell Werth und DSP Quantaz werden um 15.50 Uhr die Bahn betreten. Um 16.10 Uhr – direkt nach Charlotte Fry und Glamourdale – wird es für Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB ernst. Mit Charlotte Dujardin, Carl Hester und Nanna Skodborg Merrald folgen drei weitere potentielle Medaillenkandidaten als Schlussreiter. Gegen 17 Uhr wird das Endergebnis erwartet. (akb)

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