Trischberger knapp hinter Suter
Sie ist zweifellos im Moment eine der feinsten Reiterinnen Europas und man wird auch international sicher in der nächsten Saison von Andrina Suter einiges hören. Die Amazone aus dem baden-württemberg-nahen Schaffhausen in der Schweiz siegte am Samstagabend auch im Grand Prix von Reutlingen, diesmal im Sattel des schon gereifteren Wallachs Fibonacci. Mit dem neunjährigen Nürnberg-Vize Del Curto belegte sie Rang drei hinter Franz Trischberger, der in Reutlingen beim Hausturnier des internationalen Dressurrichters Gotthilf Riexinger mit überragenden und sorgfältig ausgebildeten Pferden und einer feinen Reitweise überzeugt – eine Augenweide. Im Grand Prix steuerte er mit Geduld und Ruhe den heißen Ofen Apanage auf Rang zwei.
Auf den Plätzen folgten im Reutlinger Grand Prix folgten vielversprechende Paare aus Baden-Württemberg, allen voran Alexandra Rieger (früher Stadelmayer) auf dem großrahmigen Hannoveraner Dragoni, taktsicher in Piaffen und Passagen, als beste Baden-Württembergerin im Feld. Dann U25-Landesmeisterin Anna Casper auf dem sehr engagierten Württemberger Birkhofs Bacardi und Sabrina Linsenmaier auf dem elastischen FBW Fiorenzo – alle „kratzten“ an der 70 Prozent-Marke.
Vor allem aber: Willy Schetter, Unternehmer aus Waiblingen: Er schaffte das Kunststück, mit 85 Jahren nicht nur im Grand Prix zu starten. Er verdiente sich 69,19 Prozent der Punkte und ritt als Siebter in die Platzierung. (rok/Fotos: D. Matthaes).