Mechelen: Sensationserfolg für Rafael Reichart-Eisenhardt
Wow, was für eine Meisterleistung – beim Weltcup-Turnier im belgischen Mechelen sammeln nicht nur die „Großen“ wichtige Punkte für das Finale. Nein, auch die „Kleinsten“, die Ponyreiter, finden dort einen wahrlich bedeutenden Abschluss. Nach vier Qualifikationen hatten sich die 20 bestplatzierten Ponyreiter für das renommierte Finale der FEI Jumping Ponies‘ Trophy in Mechelen qualifiziert. Mit dabei: Rafael Reichart-Eisenhardt. Dem 14-Jährigen ist in diesem Jahr nicht nur eine starke Saison gelungen. Vielmehr hatte er es als erster bayerischer Ponyreiter in das Finale geschafft. Gemeinsam mit Naomi Himmelreich vertraten die beiden in Mechelen in einem mehr als stark besetzten Starterfeld die deutschen Farben. Naomi Himmelreich war im Sattel ihres treuen Hengstes Red Star Optimus ein starker Auftakt gelungen. Sie hatte sich mit einer tadellosen Nullfehlerrunde im Springen über 1,30 Meter Platz zwei gesichert.Damit musste sich die Deutsche nur vom wahrlich blitzschnellen Franzosen Brune Faivre mit Qopper der Lenn geschlagen geben. Er kassierte zwar einen Abwurf, konnte diesen mit einer Zeit von 54,60 Sekunden jedoch gut in Kauf nehmen. Die Schwedin Ellen Hammarström komplettierte mit ihrem Ocean Des AS und einer weiteren starken Nullrunde (60,05 Sekunden) das Podest. Für Rafael Reichart-Eisenhardt lief es zum Auftakt noch nicht ganz optimal. Etwas eingeschüchtert von der Atmosphäre kassierte der Münchner im Sattel seines routinierten Ponywallachs Casino Royale ärgerliche Abwürfe, wodurch er eine Platzierung knapp verfehlte.
Doch wie heißt es so schön: „Neuer Tag, neues Glück“. Am zweiten Tag stimmte für Rafael Reichart-Eisenhardt und seinem Erfolgspony wahrlich alles. Den Umlauf, welcher einige technische Klippen beinhaltete, beendeten die beiden abwurffrei und zogen damit ins Stechen ein. Dort angekommen, riskierte Rafael Reichart-Eisenhardt wahrlich alles. Das Risiko sollte belohnt werden oder besser gesagt, verdeutlichte sich einmal mehr, was für ein eingespieltes Paar Rafael Reichart-Eisenhardt und sein Casino Royale sind. Enge Wendungen und hohes Grundtempo führten zu einer Zeit von 34,27 Sekunden, was am Ende für einen sensationellen zweiten Platz reichte. Damit musste er sich nur vom Mannschaftseuropameister und Bronzemedaillengewinner der diesjährigen Europameisterschaften, Kian Dore und seinem Sparkling Lackaghmore Joey, geschlagen geben. Der Ire hatte die Qualifikationen schon dominiert und spielte im heutigen Finale nur so mit dem Parcours. Versiert und in völliger Überlegenheit sicherte er sich mit Abstand die goldene Schleife und beendete den Stechparcours mit einer Spitzenzeit von 31,98 Sekunden. Hut ab! Die Schwedin Ellen Hammarström und ihr Ocean Des As freuten sich erneut über den dritten Platz. Auch Naomi Himmelreich hatte es mit Red Star Optimus ins Stechen geschafft. Dort fiel jedoch eine Stange. Jedoch reichte es dennoch für einen starken sechsten Platz. In der Gesamtwertung sicherte sich der Ire Kian Dore wenig überraschend den Gesamtsieg vor Ellen Hammarström und Naomi Himmelreich. Rafael Reichart-Eisenhardt machte sich mit seinem heutigen Auftritt wohl ein weiteres Weihnachtsgeschenk und freute sich in der Gesamtwertung über einen starken siebten Platz. (msb)