Herning: Top-5-Platzierung für Raphael Netz und Sieg für Rafael Reichart-Eisenhardt
Beim großen Dressur- und Springturnier in Herning ist die Weltcup-Saison gestartet. Auch in der Weltcup-Qualifikation konnten Raphael Netz und Great Escape Camelot überzeugen und sammelten wichtige Punkte. Währenddessen durfte sich Ponyreiter Rafael Reichart-Eisenhardt im Springparcours über einen Sieg freuen.
Cathrine Laudrup-Dufour knackt 90-Prozentmarke
Es war ein Ritt wie aus dem Lehrbuch. Die Rede ist vom Siegesritt der Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit ihrer EM-Partnerin Mount St. John Freestyle. Höchste Harmonie, enorm viel Leichtigkeit und Bewegungsdynamik und bestes Seitenbild – das dänische Erfolgsduo sowie frischgebackene Vizeeuropameister von Crozet verzauberte in der Grand Prix Kür von Herning und knackte zum dritten Mal in ihrer gemeinsamen Karriere die magische 90-Prozentmarke. Die beiden führten mit 90,1 Prozent und neun Prozent Abstand zum Zweitplatzierten Patrik Kittel mit Touchdown (81,6 Prozent) sowie Maria von Essen mit Invoice (81Prozent) das Feld an. Highlights der Vorstellung von Cathrine Laudrup-Dufour bildeten unter anderem die Trabtraversalen, die Galopppirouetten mit maximaler Lastaufnahme sowie die hoch abfußenden Piaffen und Passagen. Während sich die Zweierwechsel fehlerfrei zeigten, schlich sich in den Einerwechseln ein in der Hinterhand minimal kürzer gesprungener Wechsel ein. Alles in allem war das aber wahrlich eine Traumrunde! Ebenfalls in Top-Form präsentierten sich Raphael Netz mit Great Escape Camelot. Das bayerische Duo folgte mit 79 Prozent auf Rang fünf. In der Grand Prix Kür gelangen die Piaffen und Passagen im Vergleich zum ersten Tag noch gleichmäßiger, auch überzeugten die beiden einmal mehr mit bestem Seitenbild. Raphael Netz wusste den 14-jährigen Wallach einmal mehr bestens vorzustellen. Einziges Aber waren die noch nicht ganz losgelassen durchgesprungenen Serienwechsel. Weltcup-Debütant Moritz Treffinger folgte mit Cadeau Noir auf Rang sieben (76,5Prozent) und setzte bei seiner Premiere ein dickes Ausrufezeichen.
Rafael Reichart-Eisenhardt düst der Konkurrenz davon
Im Springparcours, genauer gesagt bei den Pony-Springreitern, wurde ein 1,20-Meter-Springen heute von Bayern angeführt. Genauer gesagt galoppierten Rafael Reichart-Eisenhardt und sein routinierter Ponywallach Casino Royale allen davon. Dem Erfolgsduo gelang eine fehlerfreie Runde. Doch dem war nicht genug. Ihnen gelang im Stechen eine wahrlich unschlagbare Zeit von 34,90 Sekunden, die schlussendlich mit vier Sekunden Abstand zum Zweitplatzierten Paul Barussaud mit Holida de Chambord (38,59 Sekunden) den überlegenen Sieg bedeutete.