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Freitag, 29.12.2023 um 20:16

Mechelen: Platz vier für Raphael Netz und Great Escape Camelot

Charlotte Fry und Everdale waren auch in der Weltcup-Kür nicht zu schlagen. | Foto: FEI/Dirk Caremans  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Schritt für Schritt nach oben – Raphael Netz und Great Escape Camelot sind seit gut einem Jahr ein Paar, Mechelen in diesen Tagen bildete erst der vierte Weltcup-Start für die beiden und dabei verdeutlicht ganz klar eine Tendenz, nämlich nach oben. Beim ersten Weltcup-Start in Polen sammelten die beiden mit 76,8 Prozent ihre ersten Weltcup-Punkte. In der Grand Prix Kür von Herning freuten sie sich schon über 77,6 Prozent. In Stuttgart knackten sie dann erstmals die magische 80 Prozentmarke. Im belgischen Mechelen kam nun nach Platz zwei im Grand Prix ein weiteres Personal Best hinzu. Dort sicherten sich Netz und der 12-jährige KWPN-Wallach Platz vier und legten wiederum ein Schippchen oben drauf: Das nächste Personal Best mit 80,2 Prozent.

Zu den Klängen zum Thema „Drachenzähmen leicht gemacht“ punkteten Raphael Netz und der Johnson-Sohn mit weitkreuzenden Trabtraversalen und leichtfüßigen Passagen. Im Vergleich zum Grand Prix gelangen die Piaffen in der Kür nicht ganz auf der Stall. Auch die Galopptour gelang ohne große technische Patzer, wobei hier die top zentrierte Rechtspirouette und die sicheren Zweierwechseln hervorzuheben sind. Demgegenüber verloren die beiden in der Linkspirouette durch einen nicht ganz optimalen Durchsprung Punkte. Auch die Einerwechsel zeigten sich leicht schwankend. Dennoch: Die beiden wachsen immer mehr zusammen! Auch heute ging der Sieg an die Weltmeisterin Charlotte Fry mit Everdale (84,9 Prozent), welche wie schon im Grand Prix, nichts „anbrennen“ ließen und mit höchster Selbstsicherheit zu überzeugen wusste. Auch heute zeigte sich der 14-jährige Hengst teilweise eng und man wünschte sich noch mehr Rückentätigkeit. Marlies van Baalen mit Habibi DVB (81,1 Prozent) und Flore de Winne mit Flynn FRH (80,3 Prozent) komplettierten das Podest.

Wirft man einen Blick auf das Gesamtranking, so reiht sich Raphael Netz nun nach sechs von elf Weltcup-Stationen auf Platz drei ein und ist damit bester Deutscher. Am Finale, das dieses Jahr vom 16. bis 20. April in Riad (KSA) stattfindet, nehmen 18 Paare teil. Aus der Westeuropa-Liga können sich die besten neun Reiter qualifizieren, allerdings nur maximal drei pro Nation. Einige Top-Reiter, unter anderem auch Titelverteidigerin Jessica von Bredow-Werndl haben schon angekündigt, dass sie aufgrund der Olympischen Spiele auf einen Start beim Weltcup-Finale verzichten wollen. Damit befindet sich Raphael Netz nun in einer äußerst guten Ausgangssituation. (msb)

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