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von Mona-Sophie Wieland am Sonntag, 26.07.2026 um 16:06

Eicherloh: Grand Prix Sieg für Raphael Netz

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Das bestens organisierte Dressurturnier von Claudia Rosado und Svenja Holzmayr in Eicherloh hat am gestrigen Tag weiter an „Fahrt“ aufgenommen. Dabei stach besonders ein hochinteressant besetzter Grand Prix hervor. Dabei sicherte sich Raphael Netz den Sieg mit einem „neuen“ Pferd.

Vorab zur Einordnung: Selina Söder sitzt seit Anfang 2025 im Sattel des Vitalis-Weltano-Nachkommens Vita di Lusso. Gemeinsam haben die beiden bisher etliche Top-Platzierungen gesammelt, wie beispielsweise eine Medaille bei den U25-Deutschen Meisterschaften in Balve. Zuvor hatte Dinja van Liere den Wallach vorgestellt und sich unter anderem einen zweiten Platz in der 5*-Tour des CHIO Aachen 2024 gesichert. In den vergangenen Wochen wurde es um Selina Söder und den jetzt elfjährigen Wallach ruhiger, bis sich Vita di Lusso nun beim Turnier in Eicherloh „zurückmeldete“, aber mit Raphael Netz. Dabei hätte der erste gemeinsame Turnierauftritt kaum besser laufen können. So überzeugten die beiden mit einer technisch sehr sicheren Runde, wobei die Highlights unter anderem in den aktiv abfußenden und gut auf der Stelle platzierten Piaffen, den fließenden Übergängen sowie den top zentrierten Galopppirouetten lagen. In den Einerwechseln wurde es teuer, als der Wallach den letzten Wechsel in der Hinterhand gleichzeitig sprang. Außerdem hätte sich Vita di Lusso hier und da teilweise im Ganaschenwinkel noch offener zeigen dürfen. Das war aber wahrlich Meckern auf höchstem Niveau und so befanden sich beide mit 74 Prozent in einer eigenen Liga. Erneut top und in letzter Zeit einfach konstant abliefernd präsentierten sich Jasmine Sanche-Burger mit Deep Purple, die ebenso besonders in der Piaff-Passage-Tour punkteten (71,1 Prozent). Teuer wurde es in den Galopppirouetten, als der Durchsprung nicht immer ganz optimal gegeben war. Auch Constanze Rügheimer knackte mit Dublin erneut die 70 Prozentmarke und reihte sich mit 70,5 Prozent auf Rang drei ein. Hausherrin Svenja Holzmayr folgte mit Johnson’s und 69,5 Prozent vor Jessica von Bredow-Werndl mit Dancier Gold (69,3 Prozent) auf Rang vier. Letztere punktete besonders in den Verstärkungen, Passagen und Serienwechseln. Die Piaffen zeigten sich genauso wie die Übergänge noch nicht ganz ausgereift. So waren die Piaffen noch sehr ins Vorwärts angelegt. Auch in den Galopppirouetten gingen durch einen nicht ganz optimalen Durchsprung wertvolle Punkte verloren.

Weitere S-Sieger

Zuvor durfte das Heimpublikum in der S*-Dressur ganz besonders jubeln. Denn Svenja Holzmayr sicherte sich mit dem zwölfjährigen Equador den nächsten S*-Sieg. Die beiden verwiesen mit glatt 70 Prozent Philipp Mücke mit Montgomery (69,8 Prozent) und Victoria Nielsen mit Folly Pleasure (69,6 Prozent) auf die weiteren Podestplätze. „Es freut mich riesig, dass Eki, wie wir ihn liebevoll nennen, in dieser Saison so stabil in der S-Tour läuft. Ich habe ihn vierjährig bekommen, aber er ist leider immer wieder verletzungsbedingt für längere Zeit ausgefallen. Das heißt, dass wir nie wirklich kontinuierlich dranbleiben konnten“, beschreibt Svenja Holzmayr und setzt fort: „Er ist ein wirklich ganz besonderes Pferd, weil er extrem schwierig von seinem ganzen Management ist. Ich muss mir immer ganz genau überlegen, was ich alles mache, aber am Ende des Tages hat er mich in der Prüfung noch nie hängen gelassen. Er ist immer toll im Fokus und es ist so ein tolles Gefühl, wenn wir die Aufgaben gemeinsam meistern. Das Einzige, was ihm jetzt noch fehlt, ist mehr Routine und Kraft. Und, wer weiß, wo die Reise noch hingeht. Potenzial für die Dreisterne-Tour hat er auf jeden Fall!“ Auch bei den Amateuren auf S-Niveau zeigte sich ein starkes Niveau, wobei sich Fabiana Brand mit Ragtyme (70,4 Prozent) schlussendlich gegen Dr. Stephanie Koch mit Henriettenhof’s Kenia (68,8 Prozent) und Dr. Monika Jungbauer mit Lion King (68,7 Prozent) durchsetzte. Dr. Brigitte Schnödt mit Feliciano und Markus Schetter mit Davanti komplettierten die Top5. Auch in der Intermediaire I setzte sich am Ende ein eingespieltes Paar an die Spitze. Die Rede ist von Tatjana Schneider, die sich mit ihrem Escolar’s Eljano (71,7 Prozent) überlegen den Sieg vor der Baden-Württembergerin Victoria Rohrmuss mit Final Edition und Stephanie Haag mit Las Vegas (69,4 Prozent) sicherte.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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