Die Teilnehmer des Piaff-Förderpreises 2024 stehen fest
Nach dem Auswahllehrgang in Warendorf stehen nun die Teilnehmer für den renommierten Piaff-Förderpreis 2024 fest. Sie dürfen bei den Qualifikationen in Mannheim (1.-7. Mai), Balve (6.-9. Juni), Bettenrode (11.-14. Juli) und Elmlohe (1.-4. August) starten und haben damit die Chance auf das Finale, das erstmals im Rahmen des CHI Donaueschingen stattfinden wird.
Sie sind die Zukunft des Dressursports. Die Rede ist von den Teilnehmern am Piaff-Förderpreis, welche junge Dressurreiter im Alter bis 25 Jahren beschreiben. Wo dem Dressursport früher viele gute Nachwuchstalente verloren gingen, entweder weil sie den Sprung zum Grand Prix verpassten, die „große“ Konkurrenz scheuten oder einfach, weil die Berufsausbildung Vorrang hatte, ist heute – dank des Piaff-Förderpreises – eine eigene Szene entstanden. Die Szene junger Grand Prix Reiter, die die Chance nutzen, sich langsam mit den höchsten Anforderungen des Dressurreitens vertraut zu machen, ohne dabei gleich gegen Profis und Topreiter starten zu müssen.
Erstmals war dem Auswahllehrgang ein „süddeutscher“ und „norddeutscher“ Lehrgang vorgeschalten, von wo sich die jungen Talente für den finalen Auswahllehrgang empfehlen konnten. In Warendorf selbst stand nun ein dreitägiger Auswahllehrgang auf dem Programm, welcher wie schon im vergangenen Jahr in einer als offiziell ausgeschriebenen Turnierprüfung auf Dreisterne-Niveau mündete. Die Prüfung wurde von den drei international Top-Richtern mit Katrina Wüst, Reinhard Richenhagen und Peter Holler bewertet.
Am Ende gab es aus bayerischer Sicht Grund zum Jubeln. Denn Alina Kaltstein mit United Europ und Sophia Ritzinger mit Immerdale schnappten sich ein Ticket. Alina Kaltstein und ihr Erfolgspartner, der 13-jährige Hengst United Europ punkteten sich zu 69,8 Prozent, was mit Platz vier belohnt wurde. Die beiden begannen mit einer gleichmäßigen und ausdrucksvollen Trabtour, wobei die Trabtraversalen und Trabverstärkungen hervorzuheben sind. Im Galopp zählten die top zentrierten Galopppirouetten sowie die gut ins Bergauf gesprungenen Zweierwechseln zu den Highlights. Kleine Abstriche mussten heute in den Einerwechseln gemacht werden, die nicht fehlerfrei gelangen. Auch Sophia Ritzinger sicherte sich eine Schleife und punktete sich im Sattel von Immerdale zu 68,1 Prozent. Auch dieses Paar begann mit einer schwungvollen Trabtour und punktete im Galopp in beiden Serienwechseltouren. Kleine Abstriche mussten im versammelten Schritt sowie in den Piaffen gemacht werden. Für Sophie Kaltenbacher mit Impression und Christian Alexander Kömpf mit Dicaprio Swing reichte es am Ende nicht ganz für ein Ticket. Die beiden reihten sich auf den Plätzen 19 und 22 ein.
Fast schon „einsam“ an der Spitze befand sich Moritz Treffinger. Der Bereiter von Gestüt Bonhomme durfte sich mit Cadeau Noir und Fiderdance über einen starken Doppelsieg freuen. Mit beiden Pferden gelangen ihm sehr gleichmäßige Runden mit etlichen Highlights. Im Sattel des Hengstes Cadeau Noir schnappte er sich mit 73,4 Prozent den Sieg, wobei unter anderem die Passagen, Verstärkungen, Galopppirouetten und Serienwechseln zu den Highlights der Prüfung zählten. Mit Fiderdance punktete er sich zu 71,9 Prozent und überzeugte besonders in der Piaff-Passage-Tour und den Galopppirouetten. Einzig Lia Welschof mit GB Dolcino konnte mit Treffinger „mithalten“ und reihte sich mit 71,7 Prozent auf Platz drei ein. Neben den Bundeskadermitgliedern Lucca-Sophia Collin, Helen Erbe, Felcitias Hendricks, Semmieke Rothenberger, Anna Schölermann und Thomas Trischberger dürfen die folgenden Paare am diesjährigen Piaff-Förderpreis teilnehmen:
- Moritz Treffinger mit Cadeau Noir und Fiderdance
- Lia Welschof mit GB Dolcino
- Alina Kaltstein mit United Europ
- Lucie-Anouk Baumgürtel mit Damien Hirst FH
- Cosima von Fircks mit Nymphenburg’s Easy Fellow
- Paul Löcher mit Soul Men
- Sophie Dammeyer mit Volare B
- Sophia Ritzinger mit Immerdale
- Elisabeth von Wulffen mit Triple A
- Ninya Wingender mit Qumulus AH
- Franziska Haase mit De Nino