Krumke: Bayern auf Medaillenkurs bei den Deutschen Meisterschaften im Vierkampf
Nach den ersten drei Teildisziplinen liegen die bayerischen Athleten in der Deutschen Meisterschaft auf Rang drei. Im Bundesnachwuchsvierkampf ist das bayerische Team derzeit Sechster.
Erstmals finden an diesem Wochenende die Deutschen Meisterschaften im Vierkampf in Krumke statt, ein kleiner Ort in Sachsen-Anhalt. Das ist auch für Anton Lein eine Premiere, der mit seinen beiden Mannschaften die rund 600 Kilometer lange Reise aus Bayern angetreten hat. Die Bedingungen auf der Landessportanlage in Krumke sind top, freut sich der Trainer. „Sehr weitläufig, alles auf einem guten Niveau, in etwa mit München vergleichbar“, meint er. Gemeinsam mit dem Team ist er im Wohnheim untergebracht. Außerdem lobt er die kurzen Wege, so sei die Schwimmhalle auch fußläufig erreichbar.
Im Vierkampf sind die Bayern erprobt, und erfolgsverwöhnt. So hat Lein bereits zweimal mit einer bayerischen Mannschaft die Deutsche Meisterschaft gewonnen und einmal das Bundesnachwuchschampionat. Mit Teammitglied Lisa Gebhardt ist zudem die letztjährige Siegerin im Einzel mit dabei. Neben Gebhardt komplettieren Alexa und Felicia Kießling und Lola Schorn die Mannschaft in der Klasse A.
So war es wenig überraschend, dass die bayerischen Athleten im Schwimmen direkt eine top Leistung am Freitag ablieferten und danach in der Meisterschaft souverän vorne lagen. Die 16-jährige Lisa Gebhardt ist dabei die beste Zeit über 50 Meter geschwommen. Für die besten Einzelleistungen in den Teildisziplinen werden Sonderehrenpreise vergeben.
Am Samstag standen dann Dressur und Laufen auf dem Plan. In der Dressur gab es gleich zweimal eine 8er-Note, danach lag Bayern noch einen Punkt vor Westfalen. Nach dem Laufen liegt das Team nun auf dem Bronzerang hinter Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Bundesnachwuchsvierkampf: Zwei Jungs im Team
Im Bundesnachwuchschampionat liegen die Bayern auf Rang sechs. Hier sind mit Felix Haußmann und Ludwig Nothdurft gleich zwei Jungs im Team, das von Lena Müßig und Miriam Weh vervollständigt wird. Auch sie starteten mit einer guten Leistung im Schwimmen am Freitag. In der E-Dressur gelang Lena Müßig die fünftbeste Leistung mit einer 8,2, Felix Haußmann lief dann am Samstagnachmittag die zweitschnellste Zeit.
Nun geht es am Sonntag ins alles entscheidende Springen. Das wird besonders in der Deutschen Meisterschaft spannend, denn in dieser Wertung findet ein Pferdewechsel statt. „Ich kenne die uns zugelosten Pferde nicht, wir müssen uns überraschen lassen. Rein optisch machen sie mal einen guten Eindruck“, meint Anton Lein. Alle seine vier Reiterinnen seien sicher im Springsattel, aber etwas Glück gehöre schließlich auch immer dazu. Lisa Gebhardt würde im Einzel gerne ihren letztjährigen Erfolg wiederholen, aber an erster Stelle steht für alle der Teamgedanke. „Die Mannschaften halten toll zusammen, haben einen großartigen Teamgeist“, freut sich Lein. Am Samstagabend hat der Länderabend stattgefunden und alle Teilnehmer, Trainer und Unterstützer haben gemeinsam gefeiert. Die Bayern kamen selbstverständlich traditionell in Tracht gekleidet. „Das ist immer ein Highlight, wenn wir mit Dirndl und Lederhosen einmarschieren“, meint Anton Lein lachend.