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von Mona-Sophie Wieland am Donnerstag, 06.06.2024 um 18:09

Deutsche Meisterschaften: Jessica von Bredow-Werndl mit durchwachsenem Start

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Die Deutschen Meisterschaften in Balve sind gestartet und gleich zum Auftakt wurde mit großer Spannung die erste Prüfung der Dressur-Senioren erwartet. Im Vergleich zu den Springreitern bilden die Deutschen Meisterschaften beim Longines Balve Optimum eine wichtige Station auf dem Weg in Richtung Paris, gar eine offizielle Sichtung. Dementsprechend zeigt sich am Wochenende die deutsche Dressurelite im Dressurviereck von Balve. Im Grand Prix, welcher als eine Art Einlaufprüfung für die erste Medaillenentscheidung, dem Grand Prix Special, fungiert, zeigten sich so einige Überraschungen. Doch von Anfang an.

Als klares Favoritenpaar waren die noch amtierenden Deutschen Meister sowie auch die Europameister und Olympiasieger Jessica von Bredow-Werndl und ihre TSF Dalera BB angereist. Die jetzt 17-jährige Trakehnerstute zeigte sich bis in die letzte Haarspitze motiviert, ja regelrecht übermotiviert. Nach einer verbesserten Grußaufstellung, folgte eine äußerst dynamische Trabtour mit weit kreuzenden Trabtraversalen und einer in Hinsicht Gleichmaß einem Uhrwerk gleichenden ersten Piaff-Passage-Tour. Nach dem Schritt folgte die erste Überraschung. Beim Übergang in die zweite Piaffe zeigte sich Dalera kurz irritiert, stockte, setzte dann jedoch zu einer erneut gleichmäßigen Piaffe an. Auch die Galopptour startete mit einem dicken Fehler. So schlichen sich in die Zweierwechsel so einige Freudenhüpfer und Einerwechsel ein. Doch dann „berappelte“ sich das Erfolgspaar, was auch nötig war. Denn die Vorreiter hatten wahrlich stark vorgelegt. In der Galopptour überzeugten sie dann mit sicheren Einerwechseln und gut zentrierten Galopppirouetten. Mit einer bärenstarken Schlusslinie punkteten sich die beiden schließlich zu 78,6 Prozent und dem Sieg. Das war sicherlich ein kleiner Wachrüttler!

In einer super starken Form zeigten sich heute Frederic Wandres mit Bluetooth OLD, gar sah sie ein Richter sogar auf dem ersten Platz. Die gesamte Vorstellung der beiden überzeugte mit enorm viel Gleichmaß, einem tollen Seitenbild und höchster Harmonie, wobei die Highlights unter anderem in den Piaffen, Serienwechseln und der ersten Galopppirouette mit hoher Lastaufnahme lagen. Der Lohn: 77,3 Prozent. Dicht dahinter folgte Ingrid Klimke mit Franziskus FRH. Bei diesem Paar muss man ebenso sagen, dass sich der Hengst in echter Top-Form präsentierte, gar so gut wie selten. Mit einer Runde ohne große technischen Patzer reihten sich die beiden mit 76,8 Prozent auf dem dritten Platz ein. Neben dem zweiten Platz vollbrachte Frederic Wandres noch eine weitere Meisterleistung und präsentierte auch sein zweites Pferd, den 17-jährigen Duke of Britain, auf Spitzenniveau. Im Sattel des Fuchswallachs fand man Wandres auf Platz vier, wobei Katharina Hemmer mit Denoix PCH ihm dicht auf den Fersen war (75,9 Prozent). Die junge Dame setzte heute erneut dicke Ausrufezeichen. Die Dressurqueen Isabell Werth musste heute mit ihrem Quantaz nach einer starken Trabtour im Galopp aus Spannung resultierende, teure Fehler in Kauf nehmen und landete mit 73,7 Prozent auf dem ersten Reserverang. Aus bayerischer Sicht galt es auch Raphael Netz mit Great Escape Camelot die Daumen zu drücken. Die beiden schlugen sich zum Auftakt mit 72,7 Prozent wahrlich tapfer und ließen heute mit einem noch nicht ganz optimalen Durchsprung im Galopp noch wertvolle Punkte liegen.

Spannendes Feld bei den U25-Reitern

Seit vier Jahren gibt es auch eine Deutsche Meisterschaft für U25-Reiter, wobei sich das diesjährige Starterfeld auch hier als super spannend zeigt. Es scheint so, dass sich auch in diesem Jahr Helen Erbe mit Carlos sowie Semmieke Rothenberger mit Farrington ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen liefern werden. In der heutigen S***-Prüfung hatte jedoch Helen Erbe die Nase vorn. Im Sattel ihres hochmotivierten, 17-jährigen Wallachs spulte sie die Lektionen der Dreisterne-Klasse völlig selbstsicher und fast schon am kleinen Finger ab, was die Richter mit 75 Prozent belohnten. Semmieke Rothenbergers Farrington verfügt sicherlich über das mit am größte Bewegungspotenzial, hatte heute jedoch teilweise mit gewisser Spannung zu kämpfen. Das drückte das Ergebnis und ließ die beiden mit 73,7 Prozent auf Platz zwei vor Anna Schölermann mit Bon Scolari einreihen. Der gebürtige Baden-Württemberger Moritz Treffinger hielt mit Fiderdance Anschluss an die Spitze und rangierte mit einer noch auf Sicherheit gerittenen Runde und 70,6 Prozent auf Platz vier. Sein zweites Pferd, der Hengst Cadeau Noir, erwischte heute nicht seinen besten Tag. So fehlte über die gesamte Prüfung hinweg der optimale Zug an die Hand, was zu etlichen teuren Fehlern führte. Auch Sophia Ritzinger mit Immerdale kam heute noch nicht ganz fehlerfrei durch die Prüfung, wodurch sie eine Platzierung verpasste. Auch im Springparcours sind die U25-Reiter mit dem Deutschland U25-Springpokal der Stiftung Deutscher Pferdesport und Holger Hetzel ins Turnier gestartet. Im heutigen Springen über 1.45 Meter ging der Sieg an Antonia Ercken mit Chaya Lotta vor Mylen Kruse mit Loveless.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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