CHIO Aachen: Julian Wilfling nach Aufholjagd auf Rang drei
Es ging beim CHIO Aachen zunächst nicht so gut los für Julian Wilfling. In der Pflicht und Technik auf Aragorn an der Longe von Alexander Zebrak hatten sich kleine Patzer eingeschlichen. Platz fünf in der Plicht (8,199) und Rang sechs in der Technik (7,519), wobei hier die unterschiedlichen Noten der Richter zwischen Rang zwei und acht lagen. Doch abgerechnet wird bekanntlich zum Schluss, Julian Wilfling legte eine Aufholjagd hin. In der Kür brillierte das Trio, belegte Rang zwei und konnte sich damit in der Endabrechnung auf den dritten Platz vorschieben (8,171).
Der Sieg ging an Frankreichs Quentin Jabet. Er hatte bereits Pflicht und Kür für sich entschieden auf dem von Andrea Boe longierten Ronaldo, und heute in der Kür setzten die Richter ihn erneut ganz klar an die Spitze. Am Ende siegte er mit 8,713 Punkten. Sein Fazit? „Intensiv! Die Zeit ist so kurz und die Emotionen kommen so schnell“, sprudelte er hervor, noch völlig außer Atem und voller Begeisterung. Vor allem für das Aachener Publikum, das die Athleten nicht nach Nationen, sondern nach Leistungen feiert. „Die Zuschauer hier sind unglaublich, verrückt, besser als auf jedem Championat!“, so der Franzose, der sich schon jetzt freut, seinen Namen zum zweiten Mal an der Siegertafel am Hauptstadion lesen zu können.
Nicht ganz so glücklich war sein stärkster Konkurrent, der vierfache Aachen-Sieger Thomas Brüsewitz, der auf dem von Maik Husmann longierten William II Z am Start war. „Ab der zweiten Hälfte habe ich es mir selber ein bisschen schwer gemacht“, beschrieb er sein Gefühl in der Kür zu Michael Jacksons „Dangerous“. „Da waren ein, zwei Patzer, die nicht hätten sein müssen.“ Rang drei in der Kür reichten dennoch, um seinen zweiten Platz in der Gesamtwertung mit 8,447 Punkten zu verteidigen. (PM)