Wierzbna Bialy Las: Guter Weltcup-Auftakt für Raphael Netz
Die Weltcup-Saison nimmt langsam aber sich wieder Fahrt auf. Auch Raphael Netz und Great Escape Camelot haben den Weg ins polnische Bialy Las angetreten. Nach dem CHIO Aachen hatte der 13-jährige Johnson-Sohn zwei Monate Pause und war in Polen das erste Mal wieder am Start. Dabei verbinden die beiden eine schöne Erinnerung an diesen Ort. Vor einem Jahr hatten die beiden in Bialy Las ihre Weltcup-Premiere gefeiert. „Es war letztes Jahr für uns ein schöner Einstieg und deshalb habe ich es in unserer zweiten Weltcup-Saison auch wieder so geplant“, beschreibt Raphael Netz. Dabei kam in diesem Jahr eine weitere (Erfolgs-)Erinnerung hinzu.
Schon im gestrigen Grand Prix ritten Raphael Netz und Great Escape Camelot um den Sieg mit. Die beiden punkteten vor allem mit einer fließenden Trabtour, gut ausgehaltenen Passagen sowie aktiv abfußenden Piaffen bei stets gutem Seitenbild. Im Galopp kamen gut zentrierte Galopppirouetten hinzu. Demgegenüber verlor das Erfolgspaar mit einem Missverständnis in der Zick-Zack Traversale und in den Zweierwechseln wertvolle Punkte. Alles in allem reihten sich Raphael Netz und der 13-jährige Wallach mit 71,8 Prozent auf Rang zwei ein. An die Spitze tanzte sich im wahrsten Sinne des Wortes eine der „Entdeckungen“ der Olympischen Spiele in Paris, die erst achtjährige Stute Maxima Bella unter dem Sattel von Sandra Sysojeva. Die Stute brillierte auch im Grand Prix mit einer ihrer absoluten Stärken, den enorm ausdrucksvollen und gleichmäßigen Piaffen und Passagen. Aber auch im Galopp zeigte sich kein großer technischer Patzer, wodurch sie sich mit 73,7 Prozent die goldene Schleife schnappten. Fabienne Müller-Lütkemeier und Valesco komplettierten mit 71,2 Prozent das Podest. An dieser Reihenfolge auf dem Podest ließ sich auch am Finaltag, in der Weltcup-Kür, nichts „rütteln“. Sandra Sysojeva und Maxima Bella schnappten sich mit 79 Prozent den Sieg vor Raphael Netz mit Great Escape Camelot (76,4 Prozent) und Fabienne Müller-Lütkemeier mit Valesco (76,3 Prozent). Neben weit kreuzenden Trabtraversalen, guten Piaffen und Passagen sowie wiederum gelungenen Galopppirouetten gelangen auch heute die Zweierwechsel des bayerischen Paars nichts ganz ideal. Alles in allem war das ein guter Weltcup-Auftakt für Raphael Netz und Great Escape Camelot!