Donaueschingen: Max Weishaupt gewinnt den Großen Preis
Volle Zuschauerränge, strahlender Sonnenschein - einen besseren Abschluss hätte sich das Veranstalterteam in Donaueschingen nicht wünschen können. Noch dazu mit der nötigen Dramatik, wie Matthias Rath meinte, denn der letzte Reiter im Stechen hatte am Schluss die Nase vorn. Maximilian Weishaupt und seine gewaltig springende DSP Omerta Incipit fanden überall die ideale Linie und den kürzesten Weg und holten sich mit einem beherzten Satz über den letzten Steilsprung den Sieg im Großen Preis. Ein Riesenerfolg für Weishaupt und seine bayerische Stute aus der Zucht von Karl Gruber, die einige Zeit verletzt war und nun wieder zurück im Sport ist.
"Ich kann es noch gar nicht richtig fassen. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht mit den Zuschauern heute. Natürlich ist man angespannt und aufgeregt, wenn man hier reinreiten darf. Aber dann macht es noch mehr Spaß", meinte der Sieger glücklich. Die Schimmelstute hat er fünfjährig bekommen, heute ist sie 13 und die beiden sind ein eingeschweißtes Team: "Omerta war anfangs etwas speziell, sie ist seit acht Jahren bei mir im Stall. Es gab schon einige Angebote für sie, die hat der Besitzer und Züchter alle ausgeschlagen, da bin ich sehr dankbar dafür."
Platz zwei ging an Hendrik-Jan Schuttert und den neunjährigen Kailon, ein KWPN-Nachkomme von Etoulon. Auch dieses Paar hat eine ganz besondere Verbindung: "Es ist seine erste Saison auf 1,50 Meter. Mein Onkel hat ihn gezüchtet, mein Cousin hat ihn lange Zeit geritten. Irgendwann meinte er, ich soll ihn ausprobieren, er sei ein richtig gutes Pferd und so ist es. Er ist ein ganz tolles Pferd, erst neun Jahre alt und dass die Outdoor-Saison so toll für uns endet, hätte ich nicht erwartet", meinte er voller Stolz.
Platz drei ging nach Frankreich an Penelope Leprevost vor Armin Schäfer und Christoph Brüse, die beide ebenfalls fehlerfrei im Stechen waren.
Auch Matthias Rath zog ein positives Fazit am Sonntag: "Als Veranstalterteam ist es viel schöner, mit diesem tollen Wetter und vielen Zuschauern aufzuhören. Wir machen uns jetzt Gedanken und dann wollen wir nächstes Jahr wieder hier stehen", meinte er. Rund 25000 Zuschauer waren laut erster Schätzung an den Turniertagen zu Gast.