WM der Jungen Fahrpferde: DSP-Wallach Hermann ist Vize-Weltmeister
Wenn Hermann los trabt, würde ihn sich vermutlich der ein oder andere Dressurreiter unter den Sattel wünschen. Schwungvoll und elastisch bewegt sich der schicke Dunkelbraune und neuer Vize-Weltmeister der sechsjährigen Fahrpferde vor der Kutsche, stets in korrekter Anlehnung, kraftvoll durch den Körper. Bei den Weltmeisterschaften der Jungen Fahrpferde im französischen Lamotte-Beuvron überzeugte der in Bayern gezogene DSP-Wallach (v. Hochmeister-Fürst Grandios-Linolando-Lagranno-Uriel de St.Lô-Gardeulan II-Artur-Wernitz, Hann. Stamm 894/Winzerlerche, Z.: Hermann Knörl, Weidenberg) auch die Richter, die eine 8,0 für die Vorstellung vergaben. In der Aufgabe für die Sechsjährigen müssen die Gespanne unter anderem ein Zügel aus der Hand-Kauen zeigen, ebenso Rückwärtsrichten, Schlangenlinien und zahlreiche Übergänge. Hermann präsentierte sich in allen Bereichen gut und motiviert.
Im zweiten Teil des Championats war eine kombinierte Prüfung aus Kegelfahren und Marathon zu absolvieren. Fehlerfrei und in der Zeit gelang dies Bettina Winkler und Hermann. Damit wurde Hermann an den Leinen von Bettina Winkler in der Gesamtwertung Zweiter und somit Vize-Weltmeister der sechsjährigen Fahrpferde, nachdem sie sich in diesem Jahr bereits den Titel bei den Bundeschampionaten sichern konnten. Neben Hermanns Erfolgen hat Bettina Winkler zahlreiche Bundeschampionats- und WM-Titel der Nachwuchspferde auf ihrer Erfolgsliste. Sie ist Mitbetreiberin des Gestüts Bretmühle. Die bekannte Zucht- und Ausbildungsstätte in Thüringen steht auch als Besitzer des Silbermedaillengewinners (Wertnote 15,93) im Pferdepass. Die Goldmedaille ging nach Polen. Elektroda mit Weronika Kwiatek an den Leinen siegte mit der Wertnote 17,36. Dritter wurde mit der Wertnote 15,79 Idromel Noir gefahren von Fabrice Marten (Frankreich) Bettina Winkler platzierte sich außerdem mit ihrem zweiten Pferd Equus Maximus, ebenfalls aus Sachsen Thüringen, noch auf Rang sieben.
Die gebürtige Bayerin Jessica Wächter siegte sowohl bei den Fünf- als auch bei den Siebenjährigen Fahrpferden und nimmt damit Doppelgold mit nach Hause. Bei den Fünfjährigen hatte sie Carlo v. Cadett angespannt, bei den Siebenjährigen Gucci FST v. Lord Brown I, beide aus dem Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen.