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von Mona-Sophie Wieland am Donnerstag, 14.11.2024 um 23:25

Finale iWEST Dressur Cup: Geballte Bayern-Kraft

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Die Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle hat ihre eigenen Gesetze. Das verdeutlichte sich in diesem Jahr im iWEST Dressur Cup einmal mehr. Am Ende zeigten sich ein streberhafter Favoritensieg, geballte, bayerische Kraft und einige Überraschungen. 

„Ich kenne Francis nun schon seit vier Jahren. Seit er vier Jahre alt ist, habe ich ihn Ausbildung“, beschreibt Carina Harnisch, die sich nach dem Sieg in der gestrigen Einlaufprüfung auch heute den begehrten Sieg im großen iWEST Dressur Cup Finale schnappte.  Schon im vergangenen Jahr hatten die beiden einem besonderen Finale angehört, dem Finale der siebenjährigen Dressurpferde beim Bundeschampionat in Warendorf. Und schon damals wusste sie, Francis schafft über den Winter den Sprung in die nächste Klasse. „Francis lernt einfach super schnell. Im fällt nichts schwer und er strotzt nur so vor Wissbegierde und Motivation“, strahlt Carina Harnisch. Francis ist eben ein echter Streber. In streberhafter Art und Weise schnappten sich die beiden in Stuttgart auch in beiden Prüfungen den Sieg. Im Finale selbst spulten sie zu den lockerleichten Klängen von Alvaro Soler in völliger Selbstsicherheit die S**-Lektionen ab, beispielsweise sind die Verstärkungen, die toll nach vorne und ins Bergauf gesprungenen Serienwechsel sowie die Galopppirouetten mit guter Lastaufnahme hervorzuheben sind. Alles in allem sicherte sie sich die iWEST-Krone mit starken 75,2 Prozent. Auch im Finale ließen sich so einige Paare von der besonderen Stuttgarter Atmosphäre beeindrucken. Ein Paar, das einmal mehr mit absoluter Konstanz zu überzeugen wusste ist Kristina Olson und FBW Dorys Dream. Mit ausdrucksvollen Verstärkungen, super sicheren Serienwechseln auf gebogener Linie und einem sehr losgelassenen Schritt punkteten sich die beiden zu 74,6 Prozent. Einzig in den Galopppirouetten hätte sich ein noch besserer Durchsprung zeigen dürfen. Einer der „Jungspunde“ im diesjährigen Finale, die 23-jährige Romina Nieberle legte im Finale mit ihrem Free Willy noch einmal eine gewaltige Schippe oben drauf. Mit 72,6 Prozent, wobei ein kurzgesprungener Wechsel in den Dreierwechseln wertvolle Punkte kostete, freute sie sich über Rang drei. Anna-Louisa Fuchs und ihr kompakter Fuchs Fino Royal schnappten sich mit 72,4 Prozent Rang vier, wobei die beiden besonders mit toll ins Bergauf gesprungenen Serienwechseln zu überzeugen wussten. Vera Breidenbach, die sich mit ihrer ganggewaltigen FBW Fürstin Primavera im Finale sicherlich etwas mehr erhofft hatte, kassierte in der Galopptour erneut teure Fehler (72 Prozent). Zur Top8 zählten Tina von Briel mit Tallahassee (71,8 Prozent), Katrin Burger mit Darleen de Funes (71,6 Prozent) und Myriam Anhalt mit Rocco Granata (71,3 Prozent). Im Finale selbst sorgte noch ein weiterer „Vorfall“ für Aufsehen: Nina Kudernak und Ready to dance waren in ihrer Kür eigentlich gut unterwegs. So gut, dass die Hessin ganz euphorisch wurde und das Publikum zum Klatschen animierte. Eine Handbewegung, die in der Prüfung streng untersagt ist und zu hohen Abzügen in der B-Note führte. Schade! Die Erfolgsgeschichte des iWEST Dressur Cups setzt sich aufjedenfall im nächsten Jahr erfreulicherweise fort, wobei es einen Wechsel in den Stationen geben wird. Der Cup-Auftakt erfolgt in Karlsfeld (Bayern), darauf folgen die Winterlingen Winners, das Gestüt Birkhof, der Waldhauser Hof (Achtung eine Woche frühe) und Gut Winkelacker. Das i-Tüpfelchen bildet dann wieder das große Finale in Stuttgart!

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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