DSP Hengsttage: Bonds-Sohn krönt sich zum unangefochtenen Dressursieger und bricht mit 770.000 Euro den Preisrekord
Nach einer glanzvollen Nacht voller Höhepunkte bei der DSP-Hengstgala versammelte sich das Publikum am Samstagvormittag voller Spannung zur Bekanntgabe der Siegerhengste. Bereits am Vortag hatten 29 dressurbetonte und 21 springbetonte Hengste ein positives Körurteil erhalten. Schließlich wurden sieben Springhengste und acht dressurbetonte Hengste mit einer Prämierung ausgezeichnet. Aus dem Springlot erhielten die Nachkommen von Cento, Chacco Chacco, Chaplin, Chubakko, Cornet’s Balou, Forlee und Tangelo van de Zuuthoeve die begehrte Auszeichnung.
Danach stieg die Spannung, als schließlich drei Hengste im Ring verblieben. Bei den Springern setzte sich der DSP-Hengst von Chaplin (MV: United Touch S) von der Zuchtgemeinschaft Schulze Averdiek, der im Zuchtgebiet Baden-Württemberg registriert ist, durch. „Ein ungewöhnlich kraftvoller Hengst, der jede Höhe mühelos bewältigte, Ein kompletter Hengst, der alle Vorzüge aus seinem Pedigree auf sich vereinigt“, so Sportkommissar Andy Witzemann. In der anschließenden Auktion sicherte sich die Hengststation Bachl aus Postmünster den Nachwuchsstar für 235.000 Euro. Zum ersten Reservesieger wählte die Jury einen modernen, blutgeprägten Nachkommen von Chacco Chacco, gezogen von Siegmar Stroehmer aus Neustadt und im Besitz von Marianne Unterstein aus Gmund. Den Titel des zweiten Reservesiegers erhielt ein Sohn des Tangelo van de Zuuthoeve (MV: Sandro Boy), aus der Zucht von Anuschka Spenrath, der von der Reitanlage Zewe ausgestellt wurde.
Dunkelfuchs der Superlative: Star der Dressur
Bei den Dressurhengsten wurden die Söhne von Bonds, Debutant, Donkey Boy, For Romance I, Sir Donnerhall, Va Bene, Vaderland und Vitalis als Prämienhengste herausgestellt. Unangefochtener Star der Dressur war der außergewöhnliche Dunkelfuchs von Bonds – Goldberg, ausgestellt vom renommierten Schafhof. Einst von Matthias Rath höchstpersönlich bei der Fohlenauktion auf dem Schafhof erworben, brillierte dieser Hengst nun auf ganzer Linie bei der Körung. Sportkommissar Jörg Schrödter geriet regelrecht ins Schwärmen und lobte die imposante Ausstrahlung dieses Ausnahmehengstes. Besonders hob er den herausragenden Galopp hervor, den er als nahezu perfekt beschrieb. Züchter des Siegerhengstes ist Hendrik Niehe aus Sieversdorf-Hohenofen. Und auch bei der Auktion erreichte er die Superlative und wechselte für 770.000 Euro den Besitz und wird in Österreich seine Box beziehen.
Mit der Schärpe des ersten Reservesiegers wurde ein beeindruckender Sohn von For Romance I aus einer Floricello-Mutter ausgezeichnet. Dieser elegante Oldenburger, ein Zuchtprodukt von Martin Sieverding, befindet sich im Besitz von Christa M. Seiler aus der Schweiz. Ein faszinierend aufgemachtes Pferd, das nicht nur durch seine äußere Erscheinung, sondern auch durch sein beeindruckendes Interieur zu überzeugen weiß. Zukünftig wird er den Züchtern auf der Deckstation Schult in Hünxe zur Verfügung stehen. Zum zweiten Reservesieger wurde ein weiterer Publikumsliebling gekürt: Ein charismatischer Fuchs von Vitalis (MV: Borsalino), der mit einer herausragenden Trabmechanik zu begeistern wusste. Gezogen von Christoph Delsmann, steht dieser Ausnahmehengst im Besitz der Sportpferde Christian Wiens aus Warendorf.
Erfreulich aus bayerischer Sicht: Nach 2024 konnte sich Franz Winklmaier erneut über einen Prämienhengst aus seiner Zucht freuen. Der imposante Va Bene-Nachkomme aus einer Vitalis-Mutter erhielt die begehrte Auszeichnung. Besonders hervorzuheben ist die bedeutende Mutterlinie, da die Großmutter des Hengstes im vergangenen Jahr den Prämienhengst stellte.
Das Magazin Züchterforum der Matthaes Medien GmbH zeichnete auch in diesem Jahr den besten Vorführer aus. Das Team der Hengststation Mathieu Beckmann mit Boris Chudzinski und Moritz Friemelt erhielt den Scheck über 300 Euro vom Herausgeber Hugo Matthaes überreicht. Ebenfalls unter dem Dach der Matthaes Medien erscheint auch Bayerns Pferde Zucht + Sport, das den Preis für den besten Pfleger stiftete. Hugo Matthaes übergab den Scheck über 150 Euro für den "Best Groom und Pflegerleistung" an das Team Stefan Holtwiesche.