Bayerische Meisterschaft der Hufschmiede: Handwerkliche Spitzenleistungen im internationalen Wettbewerb
Im unterfränkischen Ebelsbach fand am vergangenen Wochenende zum dritten Mal die Bayerische Hufschmiedemeisterschaft statt. Hufschmiede aus ganz Deutschland sowie aus den Nachbarländern Tschechien, der Schweiz, den Niederlanden und Österreich versammelten sich bei Sven Bräutigam, um sich in verschiedenen Wettbewerben ihrer handwerklichen Fertigkeiten zu messen. Die dreitägige Veranstaltung wurde von der Firma Hufeisen Bräutigam und ihrem Team organisiert.
Etwa 35 Teilnehmer traten in drei Kategorien gegeneinander an: Lehrlingsklasse/Apprentice, Zwischenklasse/Intermediate und Offene Klasse/Open Class (die höchste Kategorie). Die Wettbewerbe forderten das gesamte Können der Hufschmiede: Zunächst mussten sie innerhalb von 60 Minuten zwei Hufeisen schmieden, darunter ein Überraschungseisen. Anschließend folgte ein Speed-Wettbewerb, bei dem ein vorgefertigtes Paar je nach Klasse in 15 bis 25 Minuten vollendet werden musste. Den Abschluss bildete der „Open Class Eagle Eye“-Wettbewerb, bei dem die Schmiede nur zehn Sekunden Zeit hatten, um einen Huf zu betrachten, bevor sie das Eisen aus dem Gedächtnis anfertigen mussten. Für die Finalprüfung am Sonntag galt es, Hufeisen zu schmieden und ein Pferd damit zu beschlagen.
Die bayerischen Schmiede feierten beeindruckende Erfolge. Angeführt von Philipp Völk, der in der Kategorie „Intermediate“ Gesamtsieger wurde und sich damit den bayerischen Titel sicherte, folgte ihm sein Freund und Trainingspartner Thomas Höcker, ebenfalls aus Bayern, auf dem zweiten Platz. In der Open Class errang John Ravanelli den Titel des bayerischen Meisters und belegte den zweiten Platz im Gesamtklassement. Bester bayerischer Teilnehmer und damit auch Bayerischer Meister in der Lehrlingsklasse war Leo Kisker. Die Jury bestand aus Hendrik Berger aus Dänemark und Niklaus Bigler aus der Schweiz.